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Aus den Unternehmen

Jahreshauptversammlung des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e.V. in Dresden: Wertvoll und hilfreich

Martina Radlbeck, erste Vorsitzende des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e.V

Mittwoch 22. April 2015 - Dresden war am 17. und 18. April Veranstaltungsort der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e.V. Rund 150 Vertreter von Mitgliedsunternehmen sowie Partner und Gäste waren dazu in das The Westin Bellevue Hotel, direkt am Elbe-Ufer gelegen, gekommen. Neu in den Vorstand des Verbandes wurde Robert Czyzowski, Geschäftsführer der Lausitzer Druckhaus GmbH in Bautzen, gewählt, erste Vorsitzende bleibt Martina Radlbeck, Geschäftsführerin der Mundschenk Druck und Medien GbR in Wittenberg. Die Mitgliederversammlung begleitete ein umfangreiches Angebot an Vorträgen, Networking und Unterhaltung.

Martina Radlbeck, erste Vorsitzende des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e.V., ging in ihrem sehr pointierten Einführungsstatement zunächst auf die politische Lage und besonders den Mindestlohn ein. Sie kritisierte dabei, dass in der Ausführung des Gesetzes die „gesamte Wucht der Bürokratie“ stecke, Entbürokratisierung hätte auf der Agenda gestanden, doch nun gebe es ein Bürokratiemonster, das vor allem kleine Unternehmen treffe. Radlbeck, die mit großer Mehrheit wieder zur ersten Vorsitzenden gewählt wurde, sagte: „Wir brauchen eine unternehmerfreundliche Gesellschaft, wir brauchen Entlastungen im Steuerrecht, Entbürokratisierung und eine berechenbare, langfristige Energieversorgung.“ Sie forderte mit großer Emotionalität die anwesenden Unternehmer auf, nein zu unrentablen Kalkulationen zu sagen und lieber bestmögliche Angebote für Kunden zu entwickeln, mit guten Ideen ließen sich auch weiterhin gute Geschäfte machen. Radlbeck wörtlich: „Haben Sie Mut zu unternehmerischer Entscheidung. Als Verband stehen wir Ihnen hierbei mit Rat und Tat zur Seite. Als Gemeinschaft kann man Dinge bewegen, die man auf den ersten Blick gar nicht erwarten kann.“


25 Jahre Verband
Antje Steinmetz, Geschäftsführerin des Verbandes, ging in ihrem Rechenschaftsbericht zu-nächst auf das 25jährige Jubiläum des Verbandes ein. 25 Jahre Landesverband seien 25 Jah-re gelebte Interessenvertretung.
Sie machte deutlich, dass der Verband über eine stabile Anzahl an Mitgliedsunternehmen verfüge, was laut der Geschäftsführerin die gute Leistung und die Akzeptanz des Verbandes zeige. Sie führte aus, dass die Angebote des Verbandes gut akzeptiert wurden und im vergangenen Jahr vor allem im Bereich Datenschutz und Kreditauskunft große Nachfrage bestand, gleiches galt für Leistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung. Steinmetz machte in ihrer Rede deutlich, dass der Verband vor großen Herausforderungen steht. In einer immer komplexer werdenden Industrie muss der Verband gerade kleineren und mittleren Unternehmen entsprechende Services und Beratungsleistungen anbieten, was diese nicht allein bewältigen können, betonte die Geschäftsführerin.

Zufriedene Teilnehmer
Die Mitgliederversammlung, die die Teilnehmer als wertvoll und hilfreich beschrieben, wurde von einem umfangeichen Vortrags-, Unterhaltungs- und Networkingprogramm begleitet. So berichtete Prof. Georg Prinz zur Lippe vom „Rückkauf und Wiederaufbau des Weingutes Schloss Proschwitz“. Er machte in seinem sehr launigen und von vielen persönlichen Anekdoten geprägten Referat deutlich, dass der heutige Erfolg des Weingutes nur möglich wurde, weil „christliche Werte eine große Rolle spielten“, stets mit den „Mitarbeitern auf Augenhöhe“ gesprochen und vor allem Nachhaltigkeit gelebt werde. Im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Christian Holst, Leiter UX, Dialog & Media Research beim Siegfried Vögele Institut, ging es um die Frage, wo Print heute steht und welche Zukunft das Medium hat. Holst beschrieb, dass auch Internet-Unternehmen Kataloge und Kundenzeitschriften zur Kommunikation nutzen, die beiden Gattungen also ihre Berechtigung haben. Er führte aus, dass physiologische Studien zeigten, dass der Mensch haptische Erlebnisse brauche und darum das Papier weiterhin wichtig sei. Auch machten Studien mit Probanden deutlich, dass von Papier lernen effektiver sei. Andreas Weber, Journalist und Chef der Value Communication AG forderte die Anwesenden auf, mehr für Print zu werben und die Wirkung des gedruckten Produktes zu betonen.


Zudem warb er dafür, die verschiedenen Mediengattungen bestmöglich zu verknüpfen und daraus die Vorteile zu schaffen, zum Beispiel durch die Vorbestellung und Vorbewerbung von Büchern über das Internet. Auch die Nutzung von Social Media Kanälen sei zu empfehlen. Querdenken stand schließlich im Mittelpunkt des Referates von Ottmar Ehrl. Der Geschäftsführer der Querdenker International GmbH, eine auf neue Konzepte und Herangehensweisen fokussierte Agentur, forderte auf, die vorhandenen Wege zu verlassen, eine Kultur des Ausprobierens zu etablieren und ständig Impulse von außen für die eigene Entwicklung zu suchen. Ehrl, der mit seiner Agentur große Unternehmen bei der Entwicklung von neuen Geschäftsideen und Abläufen berät, betonte, dass Fehler zum Querdenken dazu gehörten und Anerkennung und Komplimente die Grundlage für die Entwicklung von alternativen Geschäftskonzepten und Ideen seien. Auf die Druckbranche bezogen, sagte Ehrl: „Angesichts der Veränderungen ist es notwendig, sich ständig neu zu erfinden, dabei aber alles außer gewöhnlich zu sein.“

Platz für Networking
Beim festlichen Abendessen im Dresdner Taschenbergpalais bestand ausgiebig Zeit, mit den Kollegen zu sprechen und aktuelle Themen und Anforderungen zu diskutieren. Unterbrochen wurden diese Runden von einer Weinverkostung und Auftritten von zwei Schauspielern, die in witziger und anregender Weise die Leben von Gräfin Constantia Cosel, „Hausherrin des Taschenbergpalais“ und Friedrich August I. von Sachsen, auch als August der Starke bekannt, nachzeichneten.

www.vdm-mitteldeutschland.de
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