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Verbrauchsmaterialien

Neuer Meilenstein im Recycling

EcoLamFamily Recycelbares Mono-PE-Laminat mit hohen Sauerstoff- und Wasserdampfbarriereeigenschaften ©Constantia Flexibles

Donnerstag 09. September 2021 - Constantia Flexibles erreicht bis zu 80 % Recyclatanteile bei PE-Folien unter Verwendung von Abfällen aus EcoLam-Laminaten.

Die Optimierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen ist einer der wichtigsten Agendapunkte für eine nachhaltigere Zukunft. Der Verpackungshersteller Constantia Flexibles zeigt mit seiner Produktlinie EcoLam, dass Verpackungen gleichzeitig eine hohe Barriere sowie eine hohe Recyclingfähigkeit bieten können: Ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft, durch den wertvolle Ressourcen eingespart werden können.
Verpackungsmaterialien mit guten Barriereeigenschaften nachhaltiger zu gestalten, stellt Verpackungshersteller vor eine große und ebenso wichtige Herausforderung. Der österreichische Hersteller von flexiblen Verpackungen, Constantia Flexibles, setzt sich intensiv mit dieser Aufgabe auseinander: Bereits 2019 wurde sein Material EcoLamHighPlus als erstes und bisher einziges Hochbarrierelaminat von der Recyclass-Initiative der europäischen Kunststoffrecycler auf seine Recyclingfähigkeit im existierenden LDPE (low density polyethylene) Recyclingstrom geprüft. Es konnte nachgewiesen werden, dass Polyethylen-Laminate mit hohen Barriereeigenschaften, die bislang nur mit Aluminium-Laminaten erzielbar waren, gleichzeitig auch recyclebar sein können.
Um die Recyclingfähigkeit des Materials auf den Prüfstand zu stellen, hat Constantia Flexibles Abfälle aus EcoLam-Laminaten, welche aufgrund der unterschiedlichen Kundenbedürfnisse mit verschiedenen Klebern und Druckfarben bearbeitet wurden, geschreddert und in Kooperation mit dem Unternehmen EREMA im industriellen Maßstab zu Regranulaten verarbeitet. Anschließend wurden diese Regranulate im Technikum von Constantia Pirk zu neuen Blasfolien verarbeitet. Damit wurden neue EcoLam-Laminate hergestellt – der Recyclingzyklus ist damit für non-food-Anwendungen abgeschlossen.
Je nach verwendetem Druckfarbensystem wurden Recyclatanteile von bis zu 80 % erreicht, obwohl die Siegelschicht einer Kaschierfolie aufgrund der Funktionalität meist aus neu-produziertem, sogenanntem „Virgin-Material“, bestehen muss. Constantia Flexibles beweist damit, dass bedruckte wie auch metallisierte Abfälle zu neuen EcoLam-Laminaten verarbeitet und wieder eingesetzt werden können.
Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Art der eingesetzten Kleber und Druckfarben einen entscheidenden Einfluss auf die Recyclatqualität haben. Es ist noch offen, ob mit geeigneten Klebern und Farben auch bedruckte Laminate wieder in Lebensmittelanwendungen Einsatz finden können. Regranulate aus Produktionsabfällen aus metallisierten Folien, ohne Kleber und Druck, können sogar im Lebensmittelkontakt eingesetzt werden.
„In einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft sollten als recyclingfähig beworbene, kaschierte Verpackungslaminate auch von den Laminatherstellern selbst wieder in ihren Produkten eingesetzt werden können, wie dies schon länger für viele coextrudierte Folien, also Folien bestehend aus mehreren Materialien, der Fall ist“, kommentiert Prof. Dr. Achim Grefenstein, Senior Vice President der Research & Development Group von Constantia Flexibles. Die aktuelle Praxis der Verbrennung oder des Downcyclings solcher Produktionsabfälle gehört dann der Vergangenheit an: Laut Grefenstein ein wichtiger Schritt für eine nachhaltigere Zukunft.

www.cflex.com
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