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SHIFT 2026: Internationale Druckindustrie diskutiert über den Einsatz von KI, Software und Robotik
Donnerstag 15. Oktober 2026 - Digitalisierung ist der Schlüssel für die Zukunft der Druckindustrie. Auf der SHIFT 2026, dem internationalem Summit der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) für Prozessdigitalisierung und hybride Druckproduktion mit Digital- und Offsettechnologie, diskutierten mehr als 300 Fach- und Führungskräfte, Kunden, Technologiepartner und Branchenexperten aus knapp 30 Ländern über die Zukunft der Branche durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), Softwarelösungen, Automatisierung und Robotik.
Zudem zeigten Beispiele aus der Praxis das Potenzial konsequenter Digitalisierung und datenbasierter Systemintegration für die Zukunftsfähigkeit von Druckereien. Damit hat sich die Veranstaltung mit einem deutlichen Teilnehmerzuwachs im Vergleich zum Vorjahr etabliert und ihre Relevanz als Plattform für die internationale Druckindustrie unterstrichen. „Das große Interesse in diesem Jahr an der SHIFT zeigt, wie stark die Themen Digitalisierung und KI die Branche bewegen. Der Bedarf an Informationen und Austausch über aktuelle Trends und Lösungsansätze bei den Marktteilnehmern in diesem Bereich wächst kontinuierlich. Und Heidelberg begleitet seine Kunden als verlässlicher Partner auf ihrem Weg in die digitale Zukunft“, sagt Dr. David Schmedding, Vorstand Technologie & Vertrieb bei Heidelberg.
Der zweitägige Event zeigte konkret, wie Druckunternehmen weltweit die digitale Transformation vorantreiben und mit intelligent vernetzten Produktionsprozessen ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern. Im Mittelpunkt standen Themen wie KI-gestützte Produktionsplanung, autonome Workflows, Datenökosysteme, das industrielle Digitaldrucksystem Jetfire 50, Robotik sowie die zunehmende Integration von KI-Agenten in Geschäfts- und Produktionsprozesse.
Praxisbeispiele als Blaupausen für erfolgreiche Zukunft von Druckereien
Einen besonders anschaulichen Einblick in den wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung gab Matthias Schmid von der Schweizer Schmid-Fehr AG. Das Unternehmen treibt die Automatisierung seiner Prozesse bereits seit mehreren Jahrzehnten konsequent voran und nutzt heute den KI gesteuerten Workflow Prinect Touch Free in Verbindung mit dem industriellen Ink-Jet-System Jetfire 50 und einer Speedmaster XL 75, um auch bei veränderten Marktanforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben. „Hat der Wert eines durchschnittlichen Druckauftrags 2015 noch rund 2.800 Euro betragen, liegt er heute nur noch bei 800 Euro. Um weiterhin wirtschaftlich produzieren zu können, mussten wir diese Lücke mit der Digitalisierung unserer Prozesse kompensieren. Eine hybride Produktion gesteuert mit Prinect Touch Free ist dafür die Lösung“, so Schmid.
Welche Chancen künstliche Intelligenz insbesondere für mittelständische Druckereien eröffnet, war ebenfalls Thema in mehreren Vorträgen Die zunehmende Automatisierung durch KI sorgt für deutlich mehr Optionen in der Branche. Dank KI und der dadurch möglichen Automatisierung können sich heute viele Druckereien mit der Effizienz von Online-Druckern messen. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen sie sich jedoch für ein automatisiertes Geschäftsmodell entscheiden: beispielsweise als Plattformanbieter, Spezialist in der Nische oder lokaler Dienstleister
Mit welchen Tools Heidelberg seine Kunden auf diesem Weg unterstützt, erläuterte Jürgen Grimm, Leiter des Geschäftsfeldes Prinect und KI-Koordinator bei Heidelberg. Eine Schlüsselrolle spielt der neue Workflow Prinect Touch Free, der Produktionsplanung und Fertigung über klar definierte Daten und Zielwerte weitgehend automatisiert. Aufbauend auf langjähriger Erfahrung mit intelligenten Regelmechanismen in der Druckmaschine überträgt Heidelberg diese Prinzipien heute auf komplette Produktionsworkflows. KI-gestützte Anwendungen reichen dabei vom AI Chatbot im Heidelberg Portal für die schnelle Unterstützung bei Workflow-Fragen bis hin zur automatisierten Auftragsbündelung und Auswahl des wirtschaftlichsten Produktionswegs in hybriden Druckumgebungen. Gerade angesichts steigender Auftragszahlen bei gleichzeitig sinkenden Auflagenhöhen eröffnet diese Form der Automatisierung Druckereien neue Potenziale für Produktivität, Effizienz und Wachstum. „Für Heidelberg steht beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz vor allem der konkrete Kundennutzen im Vordergrund. Ziel ist es, Mitarbeitende zu entlasten, Abläufe planbarer zu machen und den Automatisierungsgrad in Druckereien deutlich zu erhöhen“, so Grimm.
Darüber hinaus zeigte die SHIFT 2026, dass Robotik zunehmend Einzug in die industrielle Druckproduktion hält. Einen Blick in die Zukunft wagte hier Andreas Reichert vom Start-Up Lunes Robotics. Er betonte das Potenzial neuer Robotik-Technologien angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels: „Die Entwicklung der sogenannten humanoiden Roboter befindet sich zwar noch ganz am Anfang. Die Tatsache, wonach in den USA in den nächsten Jahren 6,1 Millionen und in Europa sogar 7 Millionen Arbeitskräfte fehlen werden, treibt den Fortschritt jedoch voran.“
Heidelberg präsentiert als Systemintegrator Digitalisierungslösungen im Home of Print
Heidelberg präsentierte am zweiten Tag der SHIFT 2026 im Home of Print am Standort Wiesloch-Walldorf, wie Offset- und Digitaldrucktechnologien, beispielsweise die Jetfire 50, auf Basis eines intelligenten Datenmanagements in eine integrierte hybride Produktionsumgebung eingebunden werden können. Mit seinem digitalen Ökosystem, dessen Kern der KI-gestützten Workflow Prinect Touch Free ist, unterstützt das Unternehmen Druckereien bei der Umsetzung durchgängiger End-to-End-Prozesse. Als Systemintegrator verbindet Heidelberg Software, Maschinen, Datenmanagement, Automatisierung und Robotik zu einer vernetzten Produktionsumgebung, die Effizienz steigert und die Grundlage für künftige KI-Anwendungen schafft.
„Die SHIFT 2026 hat gezeigt, dass die Zukunft der Druckindustrie in intelligent vernetzten, datengetriebenen und vollautomatisierten Produktionsumgebungen liegt.
Heidelberg bietet als Systemintegrator End-to-End Lösungen, die Druckereien auch in Zukunft eine wirtschaftliche Perspektive bieten“, so Schmedding abschließend.

