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European Web Association in UV-Nord e.V. aufgenommen

Michael Dömer, Sprecher und Initiator der EWA

Samstag 07. Mai 2011 - In einer Sitzung am 07.04. 2011 beschlossen Vorstand und Präsidium der Unternehmerverbände Nord (UV-Nord e.V.) einstimmig die Aufnahme der European Web Association (EWA) in die Dachorganisation der Unternehmerverbände. Damit ist die führende Organisation des Rotationsdrucks auch im BDI / BDA vertreten.

Der Geschäftsführer der UV-Nord, Michael Fröhlich, und Präsident Uli Wachholz zeigten sich erfreut über den Antrag und die Aufnahme. Mit der Bezeichnung „EWA-Interessenorganisation Rotationsdruck“ will man im Zuge der veränderten Strukturen auch für den Tiefdruck offen sein.

Sprecher der Organisation bleibt Michael Dömer, der die EWA 1998 gegründet und zu einer engagierten Interessenvertretung für Unternehmer ausbaute. In den Konferenzen, die drei Mal pro Jahr durchgeführt werden, sind nur Unternehmer und Geschäftsführer direkt vertreten. Ein Delegationsprinzip oder Funktionäre gibt es prinzipiell nicht.

Während andere Organisationen über Mitgliederschwund und mangelndes Interesse klagen, vertritt die vergleichsweise junge Organisation EWA ein Umsatzvolumen von rund 3 Mrd. € mit 31 direkten Mitgliedern, die ca. 50 Unternehmen aus dem Rollenoffset repräsentieren. Michael Dömer legt Wert darauf, kein Tarifverband zu sein und auch nicht werden zu wollen.

Mit Eintritt in den Dachverband der Unternehmerverbände will die EWA ihr politisches Gewicht auch gegenüber der Gesetzgebung und die Lobbyarbeit für Print stärken. Dömer: „Wir leben in einer Phase, in der die unternehmerische Freiheit systematisch beschnitten wird und überbordende Bürokratie und leistungsfeindliche Steuergesetze sowie Subventionen die Wurzel der Marktwirtschaft vergiften.“ Insbesondere die mittelständische Druckindustrie spüre die Auswirkungen auch durch Werbeverbote und andere überzogene gesetzliche Regelungen, die insbesondere über die EU-Bürokratie erfolgt. Zusätzliche Energiesteuer verteure die Produktion und damit das Produkt erheblich. Es sei wichtig, so EWA Sprecher Dömer, hier Einfluss zu nehmen und besonders auch die Bevölkerung aufzuklären.

Ein besonderer Schwerpunkt der EWA Arbeit sei auch, die Lobbyarbeit pro Print zu stärken. „Wir brauchen als Branche mehr Selbstbewusstsein im Multichannel Zeitalter. Print bleibt nicht nur wichtiges Medium sondern wird an Wertigkeit zunehmen.“

Auf ihrer jüngsten Gipfelkonferenz in Hamburg zeichneten die EWA-Unternehmer eine insgesamt überraschend positive Auslastung und gute Perspektiven für 2011. Zunehmend erkennen Kunden die Bedeutung der Liefersicherheit bei ausgelasteten Kapazitäten. „Dies ist eine Wende, weg von der reinen Preisdominanz bei der Auftragsvergabe, die allerdings dringend nötig ist.“ so ein Unternehmer. Die Printbuyer müssen sich nach Überzeugung von EWA-Sprecher Michael Dömer auf deutliche Preissteigerungen einstellen. „Steigende Kosten bei Papier, Farbe und anderen Materialien sowie auch bei den Energiekosten, können nicht von den Druckunternehmen getragen werden. Die großen Insolvenzen der letzten Monate zeigen das Ergebnis einer Niedrigpreispolitik und haben jeden aufgeschreckt – die Kunden der Branche wohl auch.“

Michael Dömer, dessen Schwerpunkt als selbstständiger Unternehmensberater auch die Übernahme von Interimgeschäftsführungen für Bogen- und Rollenoffsetunternehmen ist, erklärt den Erfolg der EWA mit der pragmatischen und unbürokratischen Führung sowie der direkten Beteiligung der Unternehmer in der Organisation.

Den Eintritt in den UV-Nord e.V. sehen die Mitglieder als weiteren wichtigen Schritt in der EWA-Entwicklung und auch als Verantwortung für die Branche. Wichtig sei auch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Unternehmen aus der Lieferindustrie, Verlagen und der Werbewirtschaft.

www.ewa-print.de
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