Verpackung
Das sind die Start-ups auf der interpack 2026
Samstag 21. März 2026 - Jedes Jahr bereichern junge Unternehmen die Welt der Verarbeitungs- und Verpackungsindustrie. 22 von ihnen präsentieren sich auf der interpack 2026 in der Start-up Zone. Im Vergleich zur Vorveranstaltung hat sich die Fläche mehr als verdoppelt.
Von Nachhaltigkeit über Digitalisierung bis hin zu neuen Geschäftsmodellen: 22 Start-ups aus acht Ländern präsentieren auf der interpack in der Halle 7a ihre Lösungen für die Processing- und Packaging-Industrie und decken damit zentrale Transformationsfelder der Branche ab. Die interpack findet mit insgesamt 2.800 Ausstellern aus 67 Ländern vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf statt.
Vertreten sind Start-ups aus Deutschland, Schweden, Indien, Portugal, Südkorea, Österreich, Estland und Großbritannien. Ihre Angebote reichen von biobasierten und recyclingfähigen Materialien über Mehrwegsysteme und HealthCare-Versandverpackungen bis hin zu Softwareplattformen für ESG-Reporting, PPWR-Compliance, Serialisierung und KI-gestütztes Operations-Management. Auch neue Ansätze in der Prozesstechnik sind vertreten, etwa in der Mischtechnologie oder bei intelligenten Plattformlösungen für Verpackungsprozesse.
Lebensmittelqualität und Haltbarkeitsverlängerung
Eines der Start-ups ist Innoscentia aus Schweden. Das Unternehmen unterstützt die Lebensmittelindustrie dabei, Mindesthaltbarkeitsdaten präziser zu steuern. „Konservative Mindesthaltbarkeitsdaten verwirren Verbraucherinnen und Verbraucher, verkürzen das Verkaufsfenster für Einzelhändler und verschärfen so das massive globale Problem der Lebensmittelverschwendung“, sagt Henrik Nilsson, CEO von Innoscentia. „Unsere Sensortechnologie ermöglicht eine kostengünstige Qualitätskontrolle für jede einzelne Verpackung. Durch die Anzeige der tatsächlichen Qualität in Echtzeit wird die Haltbarkeit verlängert und Verbraucher können ihre Kaufentscheidung auf der Grundlage von Fakten treffen. Strengere Rechtsvorschriften und verbindliche Ziele der Europäischen Union bis 2030, die eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um 10 Prozent bei den Erzeugern und um 30 Prozent im Einzelhandel und bei den Verbrauchern vorsehen, erfordern neue Lösungen, sodass die Branche besser auf die neuen, strengeren gesetzlichen Anforderungen reagieren kann.“
Das portugiesische Unternehmen Nanox hat mit Pack Smart eine Methode zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln entwickelt. Funktionale Additive hemmen mikrobielles Wachstum und regulieren den Austausch qualitätsrelevanter Gase. „Unsere Lösungen werden in Übereinstimmung mit internationalen Vorschriften für Lebensmittelkontaktmaterialien sowie geltenden Qualitätsstandards entwickelt. Dadurch ist eine sichere und skalierbare Implementierung in globalen Märkten möglich“, sagt Gustavo Pagotto, CEO und Co-Founder. „Durch die Verbindung von Materialwissenschaft, regulatorischer Konformität und industrieller Umsetzbarkeit tragen wir dazu bei, Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Die interpack bietet die ideale Plattform, um unsere Innovation mit internationalen Branchenführern zu vernetzen, die sich für Nachhaltigkeit, die Umsetzung der PPWR und Verpackungstechnologien der nächsten Generation einsetzen.“
Produktschutz unter regulatorischem Druck
Licopharm entwickelt Isolierverpackungen für den temperaturgeführten Transport von Produkten aus den Bereichen Pharma und Life Science. „Dabei stellen wir uns der Herausforderung, empfindliche Güter sicher zu transportieren und gleichzeitig den Einsatz von Kunststoff- und EPS-Verpackungen zu reduzieren“, erklärt Licopharms Vertriebsleiter Mirko Cyron. „Wir kombinieren papierbasierte Isoliermaterialien mit maßgeschneiderten Systemlösungen, die stabile Temperaturbedingungen gewährleisten und vollständig recycelbar sind.“ Die aktuellen Treiber des Geschäfts sind steigende Nachhaltigkeitsanforderungen, strengere regulatorische Vorgaben in der Pharmalogistik und der wachsende Bedarf an sicheren Kühlketten für temperaturempfindliche Produkte.
EVOPACK setzt auf Bag-in-Box-Lösungen für wasserbasierte und verderbliche Produkte. Ziel sei es, Produktausfälle entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren und so Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung zu verbessern. „Angesichts der PPWR und der verschärften Biozidprodukte-Verordnung (BPR) wird die Reduktion von Konservierungsmitteln zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Wir bieten Herstellern hierfür eine zukunftssichere, regulatorisch robuste Verpackungslösung, die Produktsicherheit auch bei reduziertem oder minimalem Konservierungseinsatz zuverlässig gewährleistet“. so Florian Ebinger, Co-Founder von EVOPACK.


