KBA investiert gut 12 Millionen Euro in Gießereineubau
Druckmaschinen fertigt die Koenig und Bauer AG (KBA) am Standort Würzburg seit fast 193 Jahren. Im August 1817 gründeten Friedrich Koenig und Andreas Bauer im Kloster Oberzell auf der linken Mainseite die erste Druckmaschinenfabrik der Welt. Das gegenüber auf der anderen Mainseite liegende heutige Würzburger Stammwerk der KBA-Gruppe wurde 1901 bezogen. Seit damals, also seit 109 Jahren, werden dort in einer eigenen Gießerei auch Seitengestelle, Traversen und viele andere Teile für Druckmaschinen gegossen. Der jährliche Ausstoß beträgt rund 10.000 Tonnen, wobei die zuweilen recht komplexen Modelle und Kernkästen zum größten Teil in eigenen Modellschreinereien hergestellt werden. Wegen der im Anlagenbau gefragten kundenspezifischen Ausführung werden viele Gussteile nur in geringen Stückzahlen benötigt und deshalb bei KBA traditionell im Handformverfahren hergestellt. Hierbei wird für jedes produzierte Werkstück aus Sand und Bindemittel eine Gießform hergestellt, in der das Flüssigeisen abgegossen wird. Die gleich bleibend hohe Qualität der Werkstücke wird durch metallurgische Analysen und durch eine hohe Sorgfalt bei der Ausführung der manuellen Arbeitsschritte sichergestellt.

