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Aus den Unternehmen

SID unterstützt Druckereien bei Vorbereitung auf FSC- oder PEFC-Zertifizierungen

Montag 05. Dezember 2011 - Im zu Ende gehenden Jahr 2011 fragten Druckbetriebe deutlich öfter und intensiver im SID Leipzig nach den Voraussetzungen und dem Aufwand für FSC- oder PEFC-Zertifizierungen.

Es wurde zunehmend deutlich, dass sich besonders vorausschauende Unternehmen durch eine interne Anpassung und durch Beraterunterstützung auf entsprechende Zertifizierungen vorbereiten. Auch Druckereien, die mit Aufträgen rechnen, für die FSC- oder PEFC-Zertifikate Voraussetzung sind oder sein könnten, bereiten ihr Unternehmen auf die Erlangung des entsprechenden Zertifikates vor. Dort, wo entsprechende zertifikatsgebundene Aufträge in wirtschaftlich sinnvollen Größenordnungen bereits angefragt werden, ist eine Zertifizierung heute unumgänglich.

Die Komplett-Leistungen des SID zur FSC- und PEFC-Zertifizierung wurden von der Branche intensiv genutzt. Einführungshinweise und das Erstellen erforderlicher Dokumentationen entlasteten die Druckbetriebe von aufwändigen Formalien. Die Leistungen der Unternehmen selbst bestanden in der Umsetzung der Zertifikats-Anforderungen und in der Kostenübernahme für Beraterfirma, Auditor, Zertifikat und Logonutzung, wofür aber auch verschiedene Fördermittel genutzt werden können. Die Zertifikate erhielten die Unternehmen schließlich durch Auditoren ihrer Wahl.

Erfolgreiche Druckunternehmen mit vom SID vorbereiteten Zertifizierungen sind zum Beispiel Stoba-Druck Lampertswalde, das Lausitzer Druckhaus Bautzen und DPS Wermsdorf. Für manche dieser Unternehmen ist ein Zertifikat bereits ein so selbstverständlicher Bestandteil der Vertrauensbildung zum Kunden, dass kaum darüber gesprochen wird. Dennoch ist man sich sehr wohl dessen bewusst, dass man mit diesem Zertifikat nicht nur Neukunden gewinnen kann, sondern auch ein stolzes, weltweit registriertes Mitglied einer großen Gemeinschaft ist, die die komplexen Prozesse von der Waldbewirtschaftung bis hin zum veredelten Bogen Papier überwacht. Diese Sicht wird zunehmend Bestandteil von Firmenphilosophien, die von den eigenen Mitarbeitern getragen und von den Kunden erwartet oder wohlwollend registriert werden.

Beide Organisationen FSC und PEFC haben sich der nachhaltigen Waldbewirtschaftung verschrieben. Die Förderung einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Bewirtschaftung von Wäldern steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Der Wald als Lieferant der wichtigsten Rohstoffe für Holzwirtschaft und Papierindustrie steht am Beginn einer vielseitigen Wertschöpfungskette. Der Rohstoff Holz bildet damit den eindeutigen Schwerpunkt bei den Prüfungen zu den Umwelt- und Sozialstandards. Dementsprechend arbeiten hauptsächlich die Holz- und Zellstoff verarbeitenden Unternehmen nach Grundsätzen des FSC bzw. PEFC. Die werden aber zunehmend erweitert auch auf Papier, das als aus Holz und Zellstoff bestehender Rohstoff in den Druckbetrieb kommt und ihn als Zeitung, Zeitschrift oder Buch verlässt.

FSC- oder PEFC-Zertifizierungen von Bedruckstoffen liefern keine Aussagen über Bedruck- oder Verdruckbarkeitseigenschaften der Papiere. Deren technologische Behandlung erfolgt ausnahmslos unter gleichen Bedingungen wie bei herkömmlichen Papieren. Aber Kunden und Verbraucher, die FSC- oder PEFC-gelabelte Produkte fordern und kaufen, leisten einen aktiven Beitrag zu nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder in Europa und weltweit.

www.sidleipzig.de
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