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HÖHN-Gruppe verlagert Standort
Donnerstag 05. September 2013 - Die HÖHN-Gruppe mit Sitz in Ulm und Biberach/Riß verlagert ihren Standort vollständig nach Ulm. Von der Verlagerung betroffen sind 40 Mitarbeiter aus Biberach, die ab September 2013 ihren Arbeitsplatz im Ulmer Industriegebiet Donautal haben werden.
Mit der Standortverlagerung reagiert HÖHN auf die stetig wachsenden Anforderungen von Kunden und Märkten. Aufträge werden immer kurzfristiger erteilt, die Produktionszeiten verkürzen sich. Außerdem erfordern die erteilten Aufträge häufig das gesamte Leistungsspektrum aus allen Produktbereichen von HÖHN – bis hin zu Logistikdienstleistungen wie Konfektionierung, Kommissionierung und Versand. Deshalb wird der bislang in Biberach/Riß ansässige Bereich „Papierdruck“ in den Stammsitz im Ulmer Donautal integriert. Hier werden Verpackungen, Faltschachteln und Displays aus Karton und Wellpappe hergestellt. HÖHN verspricht sich aus der Konzentration aller Leistungsbereiche an einem Standort Zeit- und Kostenersparnisse sowie eine höhere Flexibilität bei der Auftragsabwicklung.
Für Geschäftsführer Sebastian Haug ist die Standortverlagerung ein Schritt zur weiteren Stärkung des Unternehmens: „Der Papierdruck hat sich bei HÖHN in den letzten Jahren – abweichend vom Branchentrend – positiv entwickelt. Rund 60 Prozent der Aufträge werden außerhalb der Region generiert, 40 Prozent kommen aus der Region. Unsere Kunden aus Biberach und Ulm sind uns sehr wichtig. Wir möchten sie mit unserem hohen Qualitätsstandard weiterhin optimal und flexibel bedienen.“
Die Standortverlagerung ist Bestandteil verschiedener Umstrukturierungen bei HÖHN. So wurden bereits im Frühjahr 2013 die Ressourcen im Bereich Pre-Press gebündelt: Druckvorstufe, Musterbau, Grafik sowie der Digitaldruck in Ulm wurden zum Engineering-Center zusammengefasst. Auch hierbei waren kurze Wege, die direkte Kommunikation zwischen den Abteilungen und der Ausbau der Kreativ-Beratung die Grundgedanken. Außerdem wurden produkt- und branchenspezifische Vertriebsteams gebildet.
Im September 2013 wird der Umzug der Druckmaschinen von Biberach nach Ulm erfolgen. Anfang November folgt der Vertrieb. Die gesamte Verlagerung wird bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein. Rund 2,1 Millionen Euro investiert HÖHN im Zuge der Standortkonzentration. Die Investition umfasst auch den Bau einer neuen Lagerhalle und die Anschaffung eines neuen Sammelhefters. Bereits zu Jahresbeginn hatte HÖHN in den Ausbau des Digitaldruckes investiert. Durch die Investition kann dieses Druckverfahren nun auch für das Bedrucken von Karton und Wellpappe im Großformat genutzt werden kann. Auf diese Weise orientiert sich HÖHN an Wachstumsmärkten und rüstet sich für die Anforderungen der Zukunft.
Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 240 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze von der Verlagerung unberührt bleiben. Den bislang in Biberach beschäftigten Mitarbeitern wurde ein Arbeitsplatz in Ulm angeboten, darüber hinaus wurde eine Beschäftigungssicherung vereinbart. „Wir sind froh und dankbar, dass sich fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschieden haben, nach Ulm zu kommen“, erklärt Sebastian Haug.


