Offsetdruck

Akzidenzdrucker in Kanada sieht große Wachstumschancen

Freuen sich über die Unterzeichnung des ersten Subskriptionsvertrages von Heidelberg in Kanada: (vordere Reihe): Ian Burke (rechts), CEO Burke Group und Ulrich Hermann, CDO Heidelberg; (hintere Reihe von links): Clint Ferner, Heidelberg Canada, Barry Burke und Carmen Rouselle, beide Burke Group sowie David Schmedding, Leiter Customer Segment Management bei Heidelberg.

Mittwoch 31. Oktober 2018 - Das Wachstum der Burke Group of Companies Ltd. im kanadischen Edmonton kennt nur eine Richtung: steil nach oben.

1902 als Akzidenzdruckerei „Douglas Printing“ gegründet, übernahmen Ian und Shawna Burke die Firma im Jahre 2005 und nannten sie in Burke Group um. In den letzten zehn Jahren wurde der Umsatz von 7,5 Millionen CAD (ca. 5 Millionen Euro) auf heute 28 Millionen CAD (18,4 Millionen Euro) gesteigert. Aktuell arbeiten 142 Angestellte bei der Firma. „Wir haben uns von einer Akzidenzdruckerei zu einem Lösungsanbieter entwickelt und bieten unseren Kunden alles aus einer Hand – vom Design bis hin zum Versand“, erklärt Ian Burke. „Dieses Konzept, das Online-Portale und Mailing Services umfasst, kommt sehr gut an. Innerhalb der nächsten fünf Jahre planen wir durch Akquisitionen ein zusätzliches Wachstum von weiteren 22 Millionen CAD (14,4 Millionen Euro) zu erwirtschaften.“

Pay-per-use-Vereinbarung mit Verdoppelung der Gesamtanlageneffizienz
Geplant ist, das heutige Druckvolumen von 18 Millionen auf 35-40 Millionen pro Jahr zu erhöhen. Um die dafür neuen Kapazitäten zu schaffen, erfolgte eine umfangreiche Beratung durch die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Durch eine Investition sollen die Ressourcen durch geringeren Arbeitsaufwand und weniger Ausschuss optimiert, sowie die vorhandene Produktionsfläche effizient genutzt und die Technologie verbessert werden. All diese Anforderungen sind in dem nun unterschriebenen Subskriptionsvertrag erfüllt. Es handelt sich um ein Gesamtpaket aus Maschine, Software, Verbrauchsmaterialien und Service. Der Kunde bezahlt ausschließlich für eine produktive industrielle Leistung, also für die Anzahl der bedruckten Bogen. „Das Subskriptionsmodell hat bei uns ins Schwarze getroffen, da wir unsere Gesamtanlagenproduktivität (OEE) von 13 Prozent auf mindestens 26 Prozent erhöhen können und so unsere ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen wollen“, bestätigt Ian Burke. „In dem Vertrag sind Beratungsleistungen eingeschlossen, die die Effektivität erhöhen, so dass wir in einem hart umkämpften Markt wettbewerbsfähig sind.“

Subskriptionsvertrag trifft ins Schwarze
Der Subskriptionsvertrag umfasst eine Speedmaster XL 106-Achtfarben mit Wendung, eine Falzmaschine Stahlfolder TH 82 und einer Schneidemaschine Polar N 137. Erstmalig kommt bei diesem Vertrag an der Druckmaschine die innovative Trocknungstechnologie LE UV zum Einsatz. Die Vorteile reichen von der gesteigerten Produktivität, der Energieeffizienz im Vergleich zum konventionellen UV-Druck und Wirtschaftlichkeit bis hin zu einer großen Anwendungsvielfalt und zur beeindruckenden Farbwirkung. „Genau das Richtige, um unsere anspruchsvollen Kunden aus Industrie, Handel, Gas- und Wasserversorger, Banken, öffentliche Einrichtungen und Universitäten die besten Produkte innerhalb der kürzesten Zeit zu liefern“, erklärt Ian Burke. Durch Einsatz von LE UV kommen die Bogen trocken in der Auslage an und können sofort weiterverarbeitet werden. Die Speedmaster XL 106 löst eine bisherige Druckmaschine des Wettbewerbs ab. Im Drucksaal stehen weiterhin noch eine Speedmaster SM 52 und SX 52. Sowohl die Subskriptionsmaschine als auch die beiden Bestandsmaschinen werden von Heidelberg mit Saphira Verbrauchsmaterialien versorgt. Diese sind optimal auf die Maschinen abgestimmt und tragen zur Produktivitätssteigerung bei.
„Weltweit erfahren wir eine hohe Nachfrage nach Subskriptionsverträgen, da immer mehr Kunden von den vielfältigen Vorteilen überzeugt sind. Inzwischen liegen wir bei 20 Verträgen und wollen bis Ende 2020 die Marke von 100 überschreiten“, erklärt Professor Dr. Ulrich Hermann, Vorstand Lifecycle Solutions und Chief Digital Officer bei Heidelberg. „Wir freuen uns, dass die Burke Gruppe sich mit ihrer Unternehmensphilosophie und ihrer nachgewiesenen Erfolgsbilanz für das Pay-per-use-Modell entschieden hat.“

www.heidelberg.com
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