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Verbrauchsmaterialien

Neuartiges Etiketten-Haftmaterial mit Fasern der Silphie-Pflanze

Freitag 06. August 2021 - Neues Haftmaterial HERMAsilphie (Sorte 341) nutzt Papier aus Fasern der Silphie-Pflanze, die bislang in Gänze zur Biogas-Erzeugung verwendet wurde. Gegenüber dem Energiemais punktet die Silphie-Pflanze mit vielen Umweltvorteilen, die u. a. Bienen sehr schätzen. Als erste Druckerei hat Etiket Schiller bereits Etiketten aus dem ressourcenschonenden Haftmaterial produziert.

Mit einem Haftmaterial aus Silphie-Papier forciert HERMA konsequent den eingeschlagen Weg, neue Möglichkeiten für ressourcenschonende Etiketten aufzuzeigen. Die Silphie-Pflanze wird schon seit einigen Jahren in Deutschland als Energiepflanze angebaut, um Biogas zu erzeugen. Gegenüber dem berüchtigten Energiemais bietet sie eine Reihe von Umweltvorteilen. Der besondere Clou: Bislang wurde die Donau-Silphie in Gänze energetisch verwertet. Nun ist die stoffliche Nutzung der Fasern im Sinne einer Kaskadennutzung möglich. Sie werden mittels eines biothermischen Verfahrens vor der Bioenergieerzeugung separiert und zu einem neuen, regionalen und nachhaltigen Rohstoff aufbereitet. Die entsprechenden Etiketten können unbehandelt bedruckt werden. Durch zusätzliche Prägungen erhält man ein edles, aber zugleich natürliches Erscheinungsbild. Denn in der Struktur des Materials sind einzelne Fasern der Silphie-Pflanze noch zu erkennen. Das unterstreicht auch optisch den Ansatz besonderer Nachhaltigkeit. Ausgerüstet ist das Haftmaterial mit dem HERMA Haftkleber 63B, einem vielseitigen UV-Acrylathaftkleber mit exzellenten Haftungseigenschaften. Lieferbar ist das Haftmaterial bereits in einer Menge ab 1.000 Quadratmeter. Auf Basis des Haftmaterials HERMAsilphie (Sorte 341) hat Etiket Schiller als erste Druckerei in Deutschland bereits damit begonnen, Silphie-Etiketten zu produzieren. „Mit diesem neuen, komplett in Deutschland hergestellten Material können wir unser umweltfreundliches Portfolio gezielt ausbauen“, sagt Susanne Daiber, Geschäftsführerin von Etiket Schiller. „Unsere Kunden erhalten eine weitere Option für ein sehr ansprechendes Green Packaging von Kosmetika, Getränken und Lebensmitteln.“ Der Anteil der Silphie-Fasern an dem Etikettenmaterial beträgt derzeit mindestens 35 Prozent, künftig können es sogar 50 Prozent werden. Das trägt zu einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck der Etiketten bei, da der Anteil des meist von weither importierten Holzzellstoffs entsprechend sinkt. Die Silphie-Etiketten lassen sich später im regulären Altpapierkreislauf recyclen. Bei der Herstellung von Faltschachteln werden Silphie-Pflanzen bzw. ihre Fasern bereits seit längerem erfolgreich eingesetzt.

Gut für Biene & Co.
Die Umwelt profitiert von diesem Ansatz noch in anderer Weise: Die gelb blühende Silphie-Pflanze stellt einen hervorragenden Lebensraum für Bienen und andere Insekten oder Wildtiere dar. Bei Imkern ist sie wegen des hohen Honigertrags beliebt. Sie wurzelt bis zu drei Meter tief und ist eine mehrjährige Kultur, das heißt, die Pflanze überwintert nach der Ernte im Herbst und treibt im Folgejahr erneut aus. In der Regel steht sie etwa zehn Jahre an einem Standort. Das führt zu einer guten CO2-Aufnahme, welches sie über das Wurzelwerk im Boden in Form von Humus binden kann. Für die Umwelt ebenfalls wichtig: Im Gegensatz zum Energiemais benötigt die Silphie-Pflanze weniger Wasser und wenige bis keine Pflanzenschutzmittel. „Der Einsatz der Silphie-Pflanze ist ein erneuter Beleg dafür, wie sich Ressourcen bei der Produktion von Etiketten schonen lassen“, so Dr. Ulli Nägele, Leiter Entwicklung bei HERMA Haftmaterial. „Wir werden in dieser Hinsicht weiterhin die Augen offen halten und auch künftig Erfolg versprechende Ansätze entwickeln.“

www.herma.de
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