Aus den Unternehmen
Von PPWR bis KI: Das erwartet die Besucherinnen und Besucher im interpack Spotlight Forum 2026
Dienstag 10. März 2026 - Rund 75 Vorträge, Sessions und Podiumsdiskussionen: Das Spotlight Forum der interpack 2026 bündelt zentrale Debatten zu Regulierung, Ressourceneffizienz, Automatisierung und Fachkräftesicherung. Internationale Expertinnen und Experten aus Industrie, Politik, Verbänden, Start-ups und Institutionen gestalten das Programm vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf. Unter dem Motto "7 Days, 7 Topics" geht das interpack Spotlight Forum in die zweite Runde und positioniert sich als zentrale Austauschplattform der Messe. Veranstaltet wird es gemeinsam von interpack, dfv Conference Group und PackReport.
PPWR: Chancen und Risiken powered by REA
Zwischen Effizienz und Verantwortung: Der erste Messetag steht ganz im Zeichen der europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Diskutiert werden die praktischen Auswirkungen auf etwa den Rezyklat-Einsatz, Mehrwegquoten, Recyclingraten und Hygieneanforderungen. Tânia Dias da Costa (pacoon Sustainability Concepts) beleuchtet beispielsweise die Schritte zur regulatorischen Umsetzung in Unternehmen. Frank Debusmann (REA Elektronik) zeigt, welchen Beitrag intelligente Kennzeichnungssysteme zur PPWR-konformen Kreislaufführung leisten können und Patricia Torres Mateus (OMRON Electronics) spricht über die Rolle der Automatisierung bei Datenerfassung, Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der Produktionslinie. In einer Diskussionsrunde mit Branchenvertretern und der Europäischen Kommission geht es um Wettbewerbsfähigkeit, Standortfragen und die Auswirkungen der Verordnung auf Unternehmen, Kunden und Verbraucher.
8. Mai – Ressourceneffizienz powered by Aasted
Am interpack-Freitag gibt es ein umfangreiches Programm zur Ressourceneffizienz. Ein Beispiel ist der Vortrag von Pierre Michaels und Thomas Goetzl (TTE Strategy GmbH). Sie zeigen auf, wie organisatorische Strukturen, standortübergreifendes Benchmarking und ein datenbasierter Dialog zwischen Werken ungenutzte Kapazitäten erschließen können. Aasted wiederum beleuchtet die Optimierung von Schokoladenprozessen und den effizienten Einsatz von Ressourcen. In einer Paneldiskussion diskutiert Moderator Ton Knipscheer (European Co-Packers Association) mit Branchenvertretern darüber, wie geopolitische Unsicherheiten, Zölle und regulatorischer Druck Lieferketten verändern und welche Innovationsimpulse sich daraus für die Verpackungsbranche ergeben.
9. Mai – Smarte Verpackungen powered by Domino
Digitale Identifikation, vernetzte Systeme und datenbasierte Geschäftsmodelle prägen den Samstag. So erläutert beispielsweise Craig Stobie (Domino Deutschland) das Potenzial der Einführung von 2D-Codes. Simon Hill und Ian Richards (TNA Northern Europe B.V.) zeigen anhand praxisnaher Beispiele, wie integrierte Verpackungslinien die Effizienz steigern und zugleich die Sicherheits-, Nachhaltigkeits- und Qualitätsanforderungen erfüllen können. Jürgen Lochner (Mosca) zeigt auf, wie Maschinenhersteller digitale Services und datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln, um ihre Kunden strategisch zu unterstützen. Dr. Tobias Jochum (Fraunhofer IAP) spricht über den digitalen Produktpass, Markenschutz und die durchgängige Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette.
10 Mai – Intelligente Systeme und KI powered by Syntegon
Am Sonntag stehen Automatisierung und datenbasierte Produktionsmodelle im Fokus. Thomas Peter und Stephan Schuele (Syntegon Technology) zeigen, wie digitale Innovation, durchgängige Prozesse und berührungslose Automatisierung den Weg zur „Factory of the Future“ ebnen können. Marco Facchin (BIOMETiC srl) demonstriert in seinem Vortrag, wie 3D-Computertomographie und erklärbare KI die Lebensmittelinspektion präziser macht. Jan De Roeck (Esko-Graphics) beleuchtet, wie KI-gestützte Workflows regulatorische Anforderungen, Nachhaltigkeitsziele und Markteinführungszyklen zusammenführen. Christian Keßler (SEW Eurodrive) skizziert den Übergang zur softwaredefinierten Fabrik. Diese Beiträge stehen exemplarisch für das breit angelegte Programm rund um intelligente Systeme und KI am 10. Mai.
11. Mai – Kreislaufwirtschaft powered by Metsä
Der Montag widmet sich zirkulären Wertschöpfungsmodellen. Kaisa Munukka (Metsä Board) erklärt, wie datenbasierte Lebenszyklus-analysen, erneuerbare Rohstoffe und fossilfreie Energiequellen zur Reduktion des CO₂-Fußabdrucks beitragen können. Thomas Krämer (Wipotec) zeigt, wie Produktkennzeichnung und digitale Transparenz Rückverfolgbarkeit ermöglichen und somit die Kreislaufwirtschaft unterstützen. Auf Basis strategischer Zukunftsforschung skizziert Gillian Garside Wright (Aura Consultants) zentrale Trends bis 2050 und deren Einfluss auf Kreislauffähigkeit, Markenvertrauen und Innovationsstrategien. Mit Carsten Bertram, Head of Packaging Sustainability bei Henkel Consumer Brands, kommt zudem die Perspektive eines internationalen Markenunternehmens auf die Bühne. Er zeigt auf, wie die Anforderungen der PPWR in konkrete Verpackungsstrategien übersetzt werden und welche praktischen Umsetzungen bereits erfolgen. Viele weitere spannende Vorträge an diesem Tag vertiefen aktuelle Trends und Entwicklungen rund um die Kreislaufwirtschaft.
12. Mai – Innovative Materialien powered by tesa
Am Dienstag wird der Frage nachgegangen, wie innovative Werkstoffe und konstruktive Ansätze Nachhaltigkeitsanforderungen und industrielle Leistungsfähigkeit miteinander verbinden. tesa SE beleuchtet beispielsweise den Wandel hin zu kreislauforientierten Verpackungslösungen und zeigt, wie recyclingfreundliche Konstruktionen, Monomaterial-Konzepte sowie weiterentwickelte Klebstoffsysteme zur Ressourceneffizienz beitragen können. Rosa González (AIMPLAS) stellt nachhaltige Polymerformulierungen für Verpackungsanwendungen vor. Lynsey Maddison (ProAmpac) diskutiert Materiallösungen, die konsequent auf „Design for Recycling“ ausgerichtet sind, darunter Mono- und Faserprodukte für unterschiedliche Märkte. Dr. Jörg Zacharias (KRONES AG) widmet sich schließlich der Vision faserbasierter Getränkeflaschen und beleuchtet Chancen, Grenzen und Industrialisierungspotenziale biobasierter, recyclingfähiger Lösungen.
13. Mai 2026 – Young Talents
Der letzte Messetag der interpack 2026 ist ganz dem Fachkräftenachwuchs gewidmet. Das Spotlight Forum ist dabei ein Herzstück des Angebots – sowohl für junge Talente als auch für Unternehmen der Verpackungsbranche, die als Arbeitgeber attraktiver werden und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen möchten.
In einer offenen Diskussionsrunde tauschen sich Branchenverbände wie der VDMA und die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) über wirksame Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung aus. Thematisiert werden Kooperationen mit Hochschulen, neue Qualifikationsprofile sowie Strategien zur langfristigen Bindung junger Talente. Vertreter führender Unternehmen diskutieren zudem, wie sie Nachwuchskräfte fördern, gezielt entwickeln und auf Schlüsselpositionen vorbereiten. Formate wie „NextGen Plastics“, powered by IK, setzen zusätzliche Impulse und zeigen Perspektiven für die nächste Generation in der Packaging-Industrie auf.


