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Ein riesiger Sprung in Richtung Geschäftsinnovation

Die neuen Kornit-Apollo-Maschinen von Basic Thinking

Freitag 19. Juni 2026 - Die meisten Unternehmensinvestitionen dienen dazu, veraltete Ausrüstung zu ersetzen, während andere Unternehmen damit vielleicht erste Schritte in bislang unerforschte Märkte wagen. Doch nur selten verändert eine große Anschaffung den Fokus eines Unternehmens vollständig - genau das ist jedoch bei Basic Thinking passiert, nachdem die Entscheidung getroffen wurde, nicht nur eine, sondern gleich zwei neue Kornit-Apollo-Maschinen anzuschaffen. Der leitende Redakteur Benjamin Austin sprach mit Eigentümer Kieran Hickey über die Investition und deren Bedeutung für das Unternehmen.

Apollo ist kulturell gesehen ein Synonym für Innovation. Bereits der griechische Gott Apollo galt in den Geschichten als Erfinder – ihm wird die Entwicklung von Saiteninstrumenten zugeschrieben, wobei seine berühmte Laute als das erste dieser Art gilt. Auch seine Rolle beim Bau der uneinnehmbaren Mauern Trojas wird seit Jahrtausenden überliefert.
 
Der Name gewann in den 1960er-Jahren zusätzlich an Bedeutung, als er dem NASA-Programm verliehen wurde, das den ersten Menschen auf den Mond bringen sollte. 1969 gelang Apollo 11 dieses Ziel mit Neil Armstrong – ein Ereignis, das Millionen Menschen weltweit verfolgten.
 
Nun setzt auch Basic Thinking auf diesen Namen als Symbol für seine eigene Innovationskraft – mit der Installation von zwei neuen DTG-Druckern (Direct-to-Garment) von Kornit namens Apollo.
 
Das in Leicester ansässige Unternehmen für Printwear hat gleich zwei dieser Maschinen angeschafft, um auf Veränderungen im Markt zu reagieren: Einzelhändler, Marken und Onlinehändler verlangen zunehmend mehr Flexibilität, kleinere Auflagen und schnellere Lieferzeiten.
 
Historisch war das Unternehmen vor allem als Bekleidungshersteller für den Einzelhandel bekannt. Jetzt positioniert sich Basic Thinking klar im Bereich der On-Demand-Produktion, um den neuen Anforderungen der Branche gerecht zu werden.

Ein kleiner Schritt
 
Die Kornit Apollo ist eine neue Ergänzung im DTG-Markt und wurde entwickelt, um die Lücke zwischen traditionellem Siebdruck in großen Auflagen und digitaler Produktion zu schließen.
 
Eigentümer Kieran Hickey erklärt: „Die Apollo ist eine relativ neue Maschine, die seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist.“
 
„Derzeit gibt es nur drei davon im Vereinigten Königreich – und wir besitzen zwei davon. Die erste wurde letzten Juli installiert, die zweite läuft seit etwa zwei bis drei Wochen.“
 
„Es handelt sich um eine halbautomatische Maschine, die sowohl Einzelstücke als auch Massenproduktionen mit einer Geschwindigkeit von 400 Teilen pro Stunde bewältigen kann.“
 
Mit zwei installierten Maschinen hat das Unternehmen seine digitale Produktionskapazität effektiv verdoppelt. Noch wichtiger ist jedoch, dass diese Geschwindigkeit es Basic Thinking ermöglicht, sowohl klassische Einzelhandelsaufträge als auch neue On-Demand-Anfragen zu bedienen.
 
Kieran ergänzt: „Mit beiden Maschinen erreichen wir eine Kapazität von 800 Teilen pro Stunde beziehungsweise rund 5.000 Teile pro Schicht – mit nur einem Bediener pro Maschine.“
 
„Digitaldruck bietet unbegrenzte Farbvielfalt und hohe Qualität, und diese Technologie liefert ein Finish, das dem Siebdruck sehr ähnlich ist.“
 
„Der große Vorteil besteht darin, dass wir sowohl Einzelstücke als auch große Mengen schnell produzieren können. Dadurch können wir ‚Just-in-Time‘-Bestände für Einzelhändler oder Onlineplattformen anbieten. Wir entwickeln uns von einem reinen Großmengenanbieter hin zum Print-on-Demand-Geschäft.“

Eine Mission über das Shuttle hinaus

Um diesen Wandel zu unterstützen, investierte das Unternehmen nicht nur in Drucktechnik.

„Zusätzlich zu den Druckern haben wir automatisierte Falt- und Verpackungslinien, die das Eintüten und das Anbringen von Barcodes übernehmen“, erklärt Kieran. „Außerdem können wir Branding im Nackenbereich der Kleidungsstücke anbieten.“

Das Ziel ist ein vollständig integrierter Service, der sich direkt mit Online-Handelsplattformen verbinden lässt.

„Wir möchten bestehende Shops und Organisationen anbinden, die POD-Dienstleistungen benötigen.“

Da Basic Thinking seine Kleidungsstücke selbst produziert, kann das Unternehmen laut Kieran einen Preisvorteil gegenüber vielen anderen POD-Anbietern bieten.

„Weil wir unsere eigenen T-Shirts herstellen, können wir niedrigere Bekleidungskosten mit Hochgeschwindigkeitstechnologie kombinieren und dadurch ein sehr wettbewerbsfähiges Preismodell anbieten.“

Der Schritt in Richtung Print-on-Demand war das Ergebnis monatelanger Recherche und eines grundlegenden Umdenkens.

„Kornit ist dabei ein Partner, und wir haben unsere Denkweise vor etwa neun bis zwölf Monaten geändert, weil die Apollo-Maschine eine Geschwindigkeit und Produktionskapazität bietet, mit der nichts anderes konkurrieren kann.“

Die erste Apollo ermöglichte es dem Unternehmen, das Potenzial der Technologie zu testen. Die Installation einer zweiten Anlage zeigt jedoch ein langfristiges Engagement.

Kieran sagt: „Wir haben uns aus zwei Gründen für eine zweite Maschine entschieden: Risikomanagement – damit die Produktion niemals stillsteht – und zusätzliche Kapazitäten, um den POD-Bereich auszubauen, ohne dass unsere Großaufträge darunter leiden.“
 
Alle Probleme ausbügeln

Für Kieran geht es bei der Umstellung auf On-Demand-Produktion auch darum, Ineffizienzen in der Lieferkette des Einzelhandels zu beseitigen.

Er erklärt weiter: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass wir unseren Kunden mehr Flexibilität bieten können. Statt Mindestmengen für den Siebdruck zu verlangen, können wir ‚Stock on Demand‘ anbieten. Das reduziert das Risiko für die Kunden und eröffnet uns gleichzeitig einen neuen Markt.“

„Es ist eine bedeutende langfristige Investition, aber wir glauben, dass sich die Zukunft der Branche weg vom traditionellen Großeinkauf und hin zur On-Demand-Produktion bewegt. Dieses Modell reduziert Verschwendung, Lagerbestände und Preisnachlässe.“

Die Nachfrage im Modebereich vorherzusagen ist notorisch schwierig und führt oft entweder zu Überbeständen oder verpassten Verkaufschancen. Unternehmen, die ihr Einzelhandelsangebot erweitern möchten, wollen dies deshalb mit möglichst geringem finanziellen Risiko tun.

Durch kleinere und schnellere Nachbestellungen können Einzelhändler dieses Risiko erheblich senken.

Kieran sagt: „Es gibt so viel Verschwendung in der Branche, wenn die Nachfrageprognosen falsch sind. Man kann es niemals zu 100 % richtig machen – entweder bestellt man zu wenig oder zu viel.“
„Ich nenne es ‚Trade on Demand‘. Ein Händler, der normalerweise 500 Stück kaufen müsste, um die Mindestmenge für Siebdruck zu erreichen, kann jetzt nur 200 Stück bestellen. Verkauft sich der Artikel gut, kann er schnell weitere 50 oder 100 Stück nachbestellen.“
 
Ein riesiger Sprung

Ein weiterer wichtiger Unterschied von Basic Thinking ist das vertikal integrierte Geschäftsmodell. Anders als viele POD-Anbieter, die auf Großhändler für Kleidung angewiesen sind, kontrolliert das Unternehmen seine gesamte Lieferkette – von der Produktion bis zum Druck.

Kieran erklärt: „Die meisten Wettbewerber kaufen Standard-Shirts von Großhändlern wie Ralawise. Da wir unsere Kleidung selbst in Ägypten herstellen, sind unsere Ausgangskosten deutlich niedriger.“

In Kombination mit der Geschwindigkeit der Apollo-Systeme ergibt sich daraus ein klarer Wettbewerbsvorteil.

„Unser Slogan lautet im Grunde ‚A bis Z‘ – ohne Zwischenhändler. Die Apollo druckt 350 bis 400 Teile pro Stunde, verglichen mit etwa 100 bei anderen Maschinen. Dadurch haben wir einen enormen Kostenvorteil.“

Durch den Fokus auf seine Kernkompetenzen – einfache T-Shirt-Kollektionen in verschiedenen Stoffstärken und Schnitten – ist Basic Thinking überzeugt, sowohl Effizienz als auch wettbewerbsfähige Preise im wachsenden POD-Markt liefern zu können.
 
„Good luck, Mr. Gorsky“

Mit zwei Kornit-Apollo-Maschinen im Einsatz positioniert sich das Unternehmen aus Leicester klar für einen Markt, der zunehmend von Geschwindigkeit, Flexibilität und nachfrageorientierter Produktion geprägt ist.

Für Kieran ist die Richtung der Branche eindeutig: Die Zukunft von Printwear liegt nicht mehr darin, die Nachfrage Monate im Voraus vorherzusagen, sondern genau das zu produzieren, was Kunden benötigen – genau dann, wenn sie es brauchen.

Es wäre vielleicht klischeehaft zu sagen, dass für Basic Thinking eine neue Ära anbricht. Andererseits gilt Apollo als Gott der Sonne – und vielleicht passt dieses Bild deshalb doch ganz gut.

www.kornit.com
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