Inkjet & Digitaldruck
Die Geschichte des Buchdrucks – von umständlicher Handarbeit zu hochmoderner Drucktechnik
Montag 22. August 2016 - In der heutigen Zeit, in der Bücher massenhaft gedruckt werden, ist ihre Kennzeichnung mit der Internationalen Standardbuchnummer von großer Bedeutung. Es werden verschiedene Industriedrucker eingesetzt, um jedem Buch eine Norm zu verpassen und so eine zweifelsfreie Identifikation zu ermöglichen.
Dies war allerdings nicht immer so, da vor allem die technischen Möglichkeiten dazu erst seit etwa fünfzig Jahren gegeben waren. Während Bücher heutzutage systematisch gedruckt, katalogisiert und verbreitet werden, gab es zu Beginn der Verbreitung von Texten oder ganzen Büchern eine eher zufällige Vorgehensweise von überwiegend Mönchen.
Der moderne Buchdruck kann bereits auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Als sein Erfinder gilt Johannes Gutenberg aus Mainz, der im 15. Jahrhundert dafür sorgte, dass der Buchdruck wesentlich vereinfacht wurde. Durch sein Wirken wurden Bücher nicht nur für die Elite, sondern auch für das breite Volk erschwinglich und daher zugänglich. Zuvor wurden vor allem Holzblöcke und Stempel verwendet, um sehr umständlich und langandauernd einzelne Bücher herzustellen, sodass Wissen kaum schriftlich verbreitet werden konnte. Das Abschreiben von Texten war mühsame Arbeit. Gutenberg sorgte schließlich für eine Revolution im Gebiet der Wissenschaft, indem er verschiedene bewegliche Buchstaben aus Metall bzw. Blei immer wieder zu neuen Wörtern zusammensetzte, bis er eine ganze Seite voll hatte. So entstanden schließlich einzelne Buchseiten, welche zum Schluss zu einem ganzen Buch gefasst wurden. Diese erste Form einer Druckerpresse war letztlich Voraussetzung für alle gedruckten Medien wie zum Beispiel auch Zeitungen. Als ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Buchdrucks gilt die Erfindung der Schreibmaschine. Dadurch mussten die Buchstaben nicht mehr per Hand zu einem Wort zusammengesetzt werden, sondern konnten auf einfachem Wege durch Tippen auf Papier gebracht werden.
Heute hingegen ist es unvorstellbar, Bücher anders als mit hochmodernen, qualitativ hochwertigen Druckmaschinen zu produzieren. So können gestochen scharfe Buchstaben in schier unbegrenzter Zahl gedruckt werden. Gängig sind dabei in Abhängigkeit von der Auflagenzahl eines Buches vor allem die beiden leistungsstarken Varianten des Offsetdrucks und des Digitaldruckverfahrens. Besonders Computer erleichtern die Arbeit. Die Vorteile im Vergleich zu Buchdrucktechniken aus der Vergangenheit liegen auf der Hand: Bücher können schneller, einfacher sowie günstiger produziert und somit auch günstiger verkauft werden. Außerdem können Bücher viel weiter verbreitet werden, sodass Wissen und Information nahezu unbegrenzt weitergegeben wird. Das alles freut nicht nur den Autor, sondern auch den Leser, sodass die Entwicklung des Buchdrucks bis heute als eine Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann. Es bleibt spannend, ob sich der Buchdruck in Zukunft noch stark verändern wird.


