Aus den Unternehmen
Klebstoff clever auftragen, sicher überwachen, weniger verschwenden
Donnerstag 09. April 2026 - Die CorrBox Solution evo von Baumer hhs im Praxiseinsatz bei SAF Kartonagen. Weniger Klebstoff, mehr Stabilität und ein System, das seit Monaten ohne Serviceeinsatz läuft. Klingt nach Wunschdenken? SAF Kartonagen in Löhne beweist mit der neuen CorrBox Solution evo von Baumer hhs, dass wirtschaftliche Fertigung und erstklassige Verklebung zusammengehören.
Ein Familienunternehmen mit Weitblick
Wer bei SAF Kartonagen in Löhne durch die Produktionshallen geht, spürt sofort: Hier wird nicht nur Wellpappe verarbeitet, hier wird weitergedacht. Seit der Gründung 1997 hat sich das Unternehmen vom klassischen Kartonagenhersteller zu einem breit aufgestellten Verpackungspartner entwickelt. Faltkartons, Umzugskisten, Stanzverpackungen, das Programm reicht von kompakten 100 x 100 mm Schachteln bis zu XXL Formaten von 1.600 x 1.200 x 2.000 mm.
Mit der Gründung des Partnerunternehmens WidenBOX im Jahr 2020 hat die nächste Generation gezielt neue Felder erschlossen. Mehrfach verklebte Kisten, Autolock Verpackungen und anspruchsvoll bedruckte Stanzverpackungen ergänzen heute das Portfolio. Gemeinsam bringen SAF und WidenBOX über 57 Millionen Verpackungen pro Jahr auf den Markt.
„Mit WidenBOX arbeiten wir bereits seit Jahren mit hhs-Technologie und haben dort heute drei Anlagen im Einsatz, eine Heißleim- und zwei Kaltleimsysteme für unsere Faltschachtel-Klebemaschinen. Entsprechend haben wir auch die Entwicklung der CorrBox Solution eng verfolgt. Für uns war deshalb schnell klar, dass wir diese Lösung als langjähriger hhs-Partner auch in unserem Partnerwerk SAF Kartonagen konsequent umsetzen werden.“ Muhammed SAF, CEO Widenbox GmbH
Wachstum braucht die richtige Technik. Deshalb investierte SAF 2024 in eine neue Weipong Venus 1230 FFG‑B, eine Inline Maschine (auch Flexo Folder Gluer genannt) mit vier Flexodruckwerken, Trocknung und Rotationsstanze. Genau die Anlage, auf der die CorrBox Solution evo von Baumer hhs seit November 2025 im Einsatz ist.
CorrBox Solution evo: Was steckt dahinter?
Die CorrBox Solution evo ist das neueste Mitglied der Baumer hhs CorrBox Solution Familie. Das Konzept lässt sich in einem Satz zusammenfassen: wirtschaftliche Effizienz bei exzellenter Auftragsqualität, kombiniert mit permanenter Überwachung. Drei Dinge also, die in der Wellpappenverarbeitung den Unterschied machen.
Herzstück des Systems ist der Mehrfachauftragskopf PX 1000. Er sorgt dafür, dass der Klebstoff präzise und gleichmäßig aufgetragen wird. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist es aber nicht: Sauberer Auftrag bedeutet weniger Verschmutzung an der Maschine, kürzere Reinigungszeiten und damit mehr produktive Stunden pro Schicht.
„Seit der Installation hatten wir keinen einzigen Serviceeinsatz. Die Maschine läuft stabil, der Leimauftrag sieht sauber aus, und die Verschmutzung ist minimal. Das ist genau das, was wir uns erhofft hatten.“
Muhammed SAF, CEO Widenbox GmbH
Die CorrBox Solution evo ist gezielt auf standardisierte Produktionsumgebungen ausgelegt. Bewährte Komponenten und eine durchgängige Steuerungsarchitektur sorgen dafür, dass sich das System nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lässt. Kein langwieriges Umrüsten, kein übermäßiger Schulungsaufwand.
Produktführung: So individuell wie das Portfolio
Nicht jeder Wellpappenverarbeiter stellt die gleichen Produkte her. Mal sind es einfache braune Versandkartons, mal bedruckte Verkaufsverpackungen in wechselnden Formaten. Baumer hhs trägt dem Rechnung und bietet unterschiedliche Produktführungen an, also die Systeme, die den Kartonzuschnitt während des Klebstoffauftrags präzise in Position halten.
SAF hat sich für die evo Produktführung entschieden. Sie liefert eine zuverlässige Basis für Auftrag und Überwachung und passt damit perfekt zum Produktmix aus vorwiegend unbedruckten Versandkartons. Wer weitergehende Anforderungen hat, etwa den wechselnden Einsatz von oben und unten (Inverto), findet im Baumer hhs Programm ebenfalls die passende Lösung.
Klebstoffüberwachung: Vertrauen ist gut, Sensorik ist besser
Qualität entsteht nicht erst bei der Endkontrolle. Genau hier setzt die Überwachungstechnik der CorrBox Solution evo an. Zwei Sensorsysteme stehen zur Wahl, beide mit identischer Baugröße und identischer Auflösung. Der Unterschied liegt im Messverfahren.
Der CS 1000 eignet sich ideal für unbedruckte Wellkartons mit weißer oder brauner Oberfläche. In Kombination mit eingefärbten Klebstoffen und seiner umschaltbaren Beleuchtung erkennt er Klebstoffspuren zuverlässig bei minimalem Aufwand. Für SAF, die hauptsächlich braune Versandkartons produzieren, ist das die wirtschaftlichste Wahl. Besonders praktisch: Auch mit nicht eingefärbtem Leim funktioniert die Überwachung auf braunen Kartonoberflächen einwandfrei.
Der PGD 1000 kommt dann ins Spiel, wenn es bunt wird. Er erkennt Klebstoffspuren auf bedruckten Oberflächen sicher, ganz ohne optische Aufheller oder eingefärbte Klebstoffe. Wechselnde Druckbilder, anspruchsvolle Designs? Kein Problem.
Da beide Sensoren die gleiche Baugröße besitzen, lassen sie sich flexibel austauschen oder sogar kombinieren. Das gibt dem Anwender maximale Flexibilität und schützt die Investition langfristig.
„Die lückenlose Leimüberwachung war für uns ein entscheidender Punkt. Vorher hatten wir das nicht. Jetzt sehen wir auf dem Bildschirm in Echtzeit, was an der Klebestelle passiert.“
Muhammed SAF, CEO Widenbox GmbH
Glue Save: Weniger Klebstoff, mehr Stabilität
Das klingt zunächst widersprüchlich. Weniger Klebstoff und trotzdem stabilere Verklebungen? Die Glue Save Funktion macht es möglich. Das Prinzip: Durchgehende Klebstoffraupen werden in einzelne Segmente aufgeteilt, ein Verfahren, das in der Branche als Stitching bekannt ist. Statt einer durchgehenden Leimspur werden kurze, präzise Klebstoffabschnitte aufgetragen.
Die Einsparung ist beachtlich: Bis zu 50 Prozent weniger Klebstoff sind möglich, ohne dass die funktionale Verklebung darunter leidet. Unabhängige Tests der PTS (Papiertechnische Stiftung) bestätigen sogar, dass der ECT Wert (Edge Crush Test, also die Kantenstauchfestigkeit) an der Klebekante steigt. Weniger Material, mehr Leistung.
Aktiviert wird die Funktion mit einem einzigen Klick in der Steuerung. Und weil der PX 1000 Mehrfachkopf über einen besonders langlebigen und robusten Antrieb verfügt, müssen Anwender die häufigeren Schaltzyklen des Stitchings nicht mit vorzeitigem Verschleiß bezahlen.
Bedienung: Großer Bildschirm, klare Sicht
Technik ist nur so gut wie ihre Bedienbarkeit. Die CorrBox Solution evo setzt auf einen großzügigen 15,6 Zoll Monitor, auf dem Live Bilder der Klebstoffüberwachung angezeigt werden. Die Menüführung ist übersichtlich aufgebaut. Maschinenbediener sehen auf einen Blick den aktuellen Prozesszustand und können bei Abweichungen sofort reagieren.
„Unsere Bediener haben sich schnell an den großen Bildschirm gewöhnt. Die Menüstruktur ist logisch aufgebaut, da braucht man kein Handbuch.“
Maschinenführer bei SAF Kartonagen
Für die Klebstoffversorgung stehen zwei Pumpentypen zur Verfügung: Die vieltausendfach bewährte KFE KP9 (bekannt aus der CorrBox Solution pro) und die kompaktere KFE KP6 mit geringerem Fördervolumen, die störungsfrei bis zu einer Klebstoffviskosität von 3.000 mPa·s arbeitet. SAF nutzt die KFE KP6 seit der Installation störungsfrei.
Fazit: Praxisbewährt ab Tag eins
Was bei SAF Kartonagen seit November 2025 läuft, spricht für sich: höchste Verfügbarkeit, kein Serviceeinsatz seit der problemlosen Installation, ein sauberer Klebstoffauftrag auch nach längerer Laufzeit. Die CorrBox Solution evo hat vom ersten Tag an geliefert.
Für SAF Kartonagen und WidenBOX ist die Investition Teil einer klaren Strategie: zukunftsorientiert denken, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen umsetzen und dabei offen für neue Technologien bleiben. Die CorrBox Solution evo passt in diese Philosophie. Bewährte Standards, einfache Handhabung, hohe Prozesssicherheit und nachhaltige Investitionssicherheit.
Übrigens: Wer sich selbst ein Bild machen möchte, ist bei SAF jederzeit willkommen. Das Unternehmen öffnet seine Türen gerne für Besichtigungen. Dafür steht die Familie SAF mit ihrem Namen.



