Aus den Unternehmen
Quocirca Report zur Drucksicherheit stuft Konica Minolta erneut als Leader ein
Freitag 09. Oktober 2026 - Studie verdeutlicht Diskrepanz zwischen der Bedeutung von Druckprozessen im Unternehmen und der Wahrnehmung der Druckinfrastruktur als potenzielles Einfallstor für Cyberangriffe.
Quocirca stuft Konica Minolta im Report „Print Security Landscape 2026“ zum fünften Mal in Folge als Leader ein. Ausschlaggebend für diese Bewertung waren laut dem Marktanalysten drei zentrale Faktoren: die unabhängige Validierung der Gerätesicherheit, der konsequente Ausbau einer cloudbasierten Sicherheitsverwaltung sowie die enge Ausrichtung auf die Cloud-Print-Architektur von Microsoft, die sich laufend weiterentwickelt. Für den Bericht befragte Quocirca in diesem Jahr 400 IT-Entscheiderinnen und IT-Entscheider aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Die Unternehmen stammten aus unterschiedlichen Branchen und Größenklassen.
Druckinfrastrukturen werden als Sicherheitsrisiko weiterhin unterschätzt
Die Ergebnisse der Befragung zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen der Bedeutung von Print und seiner Wahrnehmung als Sicherheitsrisiko. Rund 80 Prozent der Unternehmen sind weiterhin in hohem Maße auf Druckprozesse angewiesen. Dennoch betrachten lediglich 31 Prozent ihre Druckinfrastruktur als wesentliches Sicherheitsrisiko. Damit rangiert das Thema deutlich hinterallgemeinen IT-Sicherheitsherausforderungen wie Cloud-Umgebungen, Künstlicher Intelligenz oder E-Mail-Sicherheit.
Diese Einschätzung der Unternehmen birgt Risiken: Der Anteil der Firmen, die von druckbezogenen Datenschutzverletzungen betroffen waren, ist innerhalb eines Jahres (Mitte 2025 bis Mitte 2026) von 56 auf 67 Prozent gestiegen. Besonders kritisch bewertet der Report, dass 43 Prozent der Befragten bereits mehrere Sicherheitsvorfälle verzeichnet haben. Kleine und mittlere Unternehmen sind davon überdurchschnittlich stark betroffen. Sieben von zehn Unternehmen (71 Prozent) meldeten im vergangenen Jahr mindestens eine druckbezogene Datenschutzverletzung.
Gleichzeitig verdeutlicht die Studie einen Zusammenhang zwischen Sicherheitsinvestitionen und der Häufigkeit von Datenverlusten. Unternehmen mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen berichten signifikant seltener von druckbezogenen Datenverlusten als Organisationen mit niedrigerem Sicherheitsniveau (56 Prozent gegenüber 73 Prozent).
Sorge vor KI-gestützten Cyberangriffen nimmt zu
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Risikofaktor für die Sicherheit von Druck- und Dokumentenumgebungen. Laut Quocirca zählen KI-gestützte Cyberangriffe mit 31 Prozent inzwischen zu den größten Herausforderungen für die Sicherheit von Druckinfrastrukturen und stehen an erster Stelle der genannten Risiken.
Zudem gaben 54 Prozent der Befragten an, sehr oder äußerst besorgt darüber zu sein, dass Angreifer mithilfe von KI immer ausgefeiltere und schwerer erkennbare Angriffskonzepte entwickeln könnten. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 40 Prozent.
Gemischte Druckerflotten stellen Risiko dar
Neben KI-basierten Angriffen zählen Sicherheitslücken in Firmware und Hardware mit 29 Prozent zu den größten Herausforderungen für Unternehmen. Besonders bei Druckerflotten unterschiedlicher Hersteller sieht Quocirca erhöhte Risiken. Uneinheitliche Sicherheitskonfigurationen, unterschiedliche Update-Zyklen für Firmware sowie fragmentierte Werkzeuge für das Druckmanagement können zusätzliche Schwachstellen schaffen.
Quocirca empfiehlt Unternehmen daher, den Sicherheitsstatus ihrer Druckinfrastruktur kontinuierlich zu überwachen. Dazu zählen unter anderem Gerätekonfigurationen, Firmware-Versionen und weitere sicherheitsrelevante Parameter, wie rollenbasierte Zugriffsrechte, Follow Me und Secure Print Policies.
Der Bericht nennt drei Bereiche, die aus Sicht der Analysten zu den besonderen Stärken von Konica Minolta zählen:
Höhere Sicherheit durch unabhängige Zertifizierungen und externe Validierung
Als einen wesentlichen Faktor für die erneute Einstufung als Leader nennt Quocirca die Ausweitung unabhängiger Sicherheitszertifizierungen innerhalb des Konica Minolta-Portfolios. Konkret wird die wachsende Zahl von Systemen der bizhub i-Series hervorgehoben, die nach NIAP/Common Criteria(HCD-PP v1.0) zertifiziert sind. Diese Zertifizierung schafft insbesondere in regulierten Umgebungen eine zusätzliche Vertrauensbasis, in denen formale Sicherheitsnachweise häufig Voraussetzung sind.
Darüber hinaus verweist Quocirca auf unabhängige Penetrations- und Sicherheitstests, mit denen Konica Minolta die Sicherheit seiner Systeme kontinuierlich prüft.
Cloudbasierte Sicherheitsverwaltung schafft einheitliche Standards
Als weiteren Grund für die Führungsposition nennt Quocirca den Wandel von einer rein gerätebezogenen Sicherheitsbetrachtung hin zu einer kontinuierlichen, cloudbasierten Sicherheitsverwaltung. Im Mittelpunkt steht dabei die Plattform Shield Guard von Konica Minolta. Sie ermöglicht Unternehmen, Sicherheitsrichtlinien standortübergreifend zu verwalten, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu überwachen und Abweichungen in Konfigurationen automatisch zu erkennen und zu beheben.
Nach Einschätzung von Quocirca adressiert dieser Ansatz eine der größten Herausforderungen moderner Druckumgebungen: die Sicherstellung eines einheitlichen Sicherheitsniveaus über verteilte Geräteflotten hinweg. Diese werden oft an mehreren Standorten betrieben oder von unterschiedlichen Dienstleistern betreut.
Darüber hinaus unterstützt Shield Guard Unternehmen dabei, Risiken durch KI-gestützte Angriffe wie Ransomware, Schadsoftware, die Ausnutzung von Schwachstellen oder Passwortangriffe frühzeitig zu erkennen. Durch kontinuierliche Sicherheitsüberwachung, automatische Passworterneuerung, Compliance-Prüfungen und die proaktive Identifikation von Geräteschwachstellen trägt die Lösung dazu bei, potenzielle Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
Ergänzend hebt Quocirca das cloudbasierte Remote-Care-Ökosystem hervor, mit dem Firmware-Updates und Gerätekonfigurationen zentral und remote ausgerollt werden.
Sichere Cloud-Druckumgebungen mit Microsoft-Technologien
Positiv bewertet Quocirca zudem die konsequente Ausrichtung von Konica Minolta auf moderne Cloud-Print-Architekturen von Microsoft. Immer mehr Unternehmen setzen auf cloudbasierte Druckdienste und moderne Druckpfade unter Windows, um die Abhängigkeit von klassischen Printservern und herkömmlichen Druckertreibern zu reduzieren.
Konica Minolta unterstützt die Microsoft-Lösung Universal Print einschließlich Universal Print Anywhere und Microsoft Entra ID. Ergänzt wird das Angebot durch die eigene Print Support Application als Nachfolger klassischer Druckertreiber. Nach Einschätzung von Quocirca trägt dieser Ansatz dazu bei, sicheres Cloud-Drucken durch starke Identitäts- und Richtlinienkontrollen zu unterstützen.
„Konica Minolta verankert Drucksicherheit in einer umfassenden Informationssicherheitsstrategie auf Basis von Zero-Trust-Prinzipien“, so das Fazit von Quocirca.
„Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass Unternehmen Druckinfrastrukturen nicht länger als isolierte Peripheriegeräte betrachten können. Angesichts steigender Zahlen von Datenschutzverletzungen, zunehmender KI-gestützter Bedrohungen und immer komplexerer IT-Landschaften wird Print Security zu einem integralen Bestandteil ganzheitlicher Cybersicherheitsstrategien“, sagt Ole Maaz, Head of International Marketing Division bei Konica Minolta Business Solutions Europe. „Mit Lösungen wie Shield Guard unterstützen wir Unternehmen dabei, den Schritt von einzelnen Sicherheitseinstellungen auf Geräteebene hin zu einer kontinuierlichen, cloudbasierten Sicherheitsverwaltung ihrer gesamten Druckinfrastruktur zu vollziehen. Unser Ziel ist es, Sicherheitsrisiken nachhaltig zu reduzieren und gleichzeitig moderne, cloudbasierte Arbeitsumgebungen zu schaffen.“

