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Veredelung & Siebdruck

Warum der Prägefoliendruck Verpackungen zum Glanz verhilft

Mittwoch 11. September 2019 - Alle Markenartikelhersteller wollen sich mit ihren Produkten vom Wettbewerb differenzieren. Aber in den zunehmend dicht besetzen Märkten wird das immer schwerer.

Differenzierung.
Markenartikelhersteller wissen: Verpackungen sind in Verkaufsregalen das zentrale Unterscheidungsmerkmal. Mit Hilfe spezieller Veredelungstechniken wie dem Prägefoliendruck können sie ihre Produkte unter anderen hervorstechen lassen und Verbrauchern visuell Hinweise auf die Qualität der Inhalte der Verpackungen geben.
Beim Prozess des Prägefoliendrucks werden Metallfolien oder Hologramme mittels Hitze und Druck auf Materialien wie leichtes Papier, Karton, kaschierten Karton, Kunststoff und Wellpappe aufgetragen.
„In einer Welt mit sehr gesättigten Märkten mit limitierten Möglichkeiten für nennenswertes Wachstum steht außer Frage, dass sich Produkte irgendwie abheben müssen,“ so Jacques Reymond, Leiter Produktmarketing im Geschäftsbereich Sheet-fed von BOBST. „Der Prägefoliendruck hilft, den Wert von Produkten zu untermauern. Häufig wird er mit hochwertigen Produkten verbunden. Letztlich sind Faltschachteln ein Marketing-Instrument. Mit Hilfe des Prägefoliendrucks lassen sich Hinweise auf die Qualität ihrer Inhalte transportieren.“
Der Begriff kann einfache Flachfolienprägung, Reliefprägung oder Prägung in Kombination mit Folienprägung, Hologrammen und holografischer Folienbeschichtung und Folienprägung kombiniert mit Mikro- und Strukturprägungen umfassen. Traditionell werden am häufigsten Gold- und Silberfolien verwendet. Darüber hinaus ist eine breite Palette farbiger Folien verfügbar.

Einsatz für viele Branchen
Der Prägefoliendruck kommt in vielen Branchen zum Einsatz, vor allem in der Lebensmittel- und Getränkebranche (insbesondere bei Süßwaren wie hochwertige Schokoladen, Flaschen für Weine und Spirituosen und anderen hochwertigen Lebensmitteln), bei Kosmetika, elektronischen Geräten, Banknoten, Visitenkarten, Grußkarten und im Kunsthandwerk.
Der Wert der Veredelungsprozesse wie des Prägefoliendrucks ist unumstritten. Einer Studie der Foil & Specialty Effects Association (FSEA) zufolge können mit dem Prägefoliendruck und mit ähnlichen Effekten veredelte Produktverpackungen dazu beitragen, das Interesse der Verbraucher schneller und länger zu wecken als herkömmliche Verpackungen. In einer weiteren Studie zu Verpackungen für Kaffee-Pads zog eine Verpackung mit Goldfolie das Interesse der Teilnehmer der Studie zweieinhalbmal so schnell auf sich wie andere Verpackungen.
Es geht aber nicht nur um gutes Aussehen. Mit dem Prägefoliendruck lässt sich auch die Fälschungssicherheit erhöhen, insbesondere bei Arzneimitteln und technischen Geräten wie Smartphones.

Nachhaltige Prägungen
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt für Markenartikelhersteller weiter an Priorität und ist an sich schon ein Unterscheidungsmerkmal. Häufig wird angenommen, Verpackungen mit Folie seien nicht recycelbar und deshalb auch nicht nachhaltig. Die FSEA hat in einer Studie untersucht, inwieweit sich mit Folie verziertes Papier und Karton recyceln und wieder zerfasern lassen. Diese Studie hat bestätigt, dass mit traditionellen Prägefoliendruckverfahren veredelte Papierprodukte recycelbar sind.
Darüber hinaus kam die Studie zu dem Ergebnis, dass weder im Prägefoliendruck noch im Kaltfolienprägeverfahren veredelte Produkte Probleme bereiten und die veredelten Papierprodukte für das Recycling ungeeignet machen.

Wohin entwickelt sich der Prägefoliendruck?
Den Prägefoliendruck gibt es in der einen oder anderen Form seit gut 100 Jahren. Das Verfahren an sich hat sich in der Zeit nicht wesentlich verändert. Allerdings wurde die Technik kontinuierlich weiterentwickelt. Sie erlaubt den Veredelungsbetrieben heute ein effizienteres Prägen.
Prägefoliendruckmaschinen können alleinstehende Offline-Maschinen sein oder inline in Druckmaschinen und/oder in anderen Produktionssystemen integriert werden. Die meisten Prägefoliendruckmaschinen sind Bogenmaschinen, einige sind aber auch Rollendruckmaschinen. Egal, ob Bogen- oder Rollendruckmaschine – die Positionierung der Bedruckstoffe und der Folien zwischen dem Tiegel oder dem Zylinder, der die Prägewerkzeuge hält und demjenigen, der den Gegendruck erzeugt, stellt hohe Anforderungen an den Transport und die Handhabung der Materialien.

„Diese Maschinen haben in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht“, stellt Reymond fest. „Beispielsweise erfordert der Prägefoliendruck im Normalfall mehrere Maschinendurchläufe – den Druck, dann die Veredelung und anschließend das Stanzen. Mit Blick auf die Registerhaltigkeit der Bogen ist das viel Bewegung. Aber das von BOBST in die MASTERFOIL 106 PR integrierte POWER REGISTER hat dieses Problem gelöst. Wir streben stets danach, uns weiterzuentwickeln.“
Reymond spricht vom POWER REGISTER 2, das bei der MASTERFOIL 106 PR ein perfektes Folien-zu-Druck-Register garantiert. Diese Prägefoliendruckmaschine von BOBST steht für höchste Qualität. Sie wartet zudem mit vielen genialen Innovationen von BOBST mit cleveren Funktionen auf wie der Bewegung des Untertiegels, die längere Kontaktzeiten zwischen Prägewerkzeug, Folie und Bogen und damit eine höhere Prägequalität ermöglicht, oder dem Folienabwickelsystem, das Folienwechsel praktisch auf Knopfdruck erlaubt.

BOBST: Pionier beim Prägefoliendruck
Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Prägefoliendruckmaschinen treibt BOBST die Entwicklung dieser Technik seit je her voran. Angefangen bei der BOBST SP 1260 BM der 1960er Jahre bis zu den heutigen, hoch entwickelten Anlagen haben die BOBST Flachbett-Prägefoliendruckmaschinen die Grenzen der Möglichkeiten im Prägefoliendruck stetig hinausgeschoben.
„Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung im Markt des Prägefoliendrucks und vielen tausend Installationen weltweit ist BOBST ein Pionier in diesem Bereich“, so Reymond. „Wir sind für die lange Lebensdauer, die hohe Produktivität, Präzision und Qualität unserer Maschinen bekannt. Wir gehen stetig voran und blicken in die Zukunft, um neue Wege zu finden, wie wir die Produktivität unserer Kunden noch steigern können.“
Ein gutes Beispiel für das vorausschauende Denken von BOBST ist die EXPERTFOIL 142. Sie ist die einzige Prägefoliendruckmaschine für das Format VI auf dem Markt. Bevor die EXPERTFOIL 142 auf den Markt kam, gab es für Veredelungsbetriebe, die im 6er-Format arbeiten, nur nachgerüstete Lösungen für den Prägefoliendruck.
Reymond: „Diese großartige Maschine gibt unseren Kunden einen größeren Spielraum an die Hand, rentabel zu arbeiten.“ „Bekommt man zusätzliche Produkte auf die Bogen, kann das die Rentabilität des Prozesses signifikant verändern – insbesondere bei kostensensitiven Aufträgen.“
Es geht hier jedoch nicht nur um großformatige Arbeiten. BOBST hat eine ganze Reihe von Lösungen für den Prägefoliendruck entwickelt, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Produktionsanforderungen abdecken: angefangen bei großflächigen Folienapplikationen über Hologrammanwendungen mit gestochen scharfer Präzision bis hin zur Realisierung hoch komplexer Folieneffekte.

Über die Maschinen hinaus
Maschinen von BOBST bieten mehrere Besonderheiten, darunter eine hohe Registergenauigkeit bei hoher Geschwindigkeit, geringen Folienverbrauch sowie kurze Umrüstzeiten. Aber nicht nur die Maschinen, auch der Name BOBST steht für schweizerische Zuverlässigkeit, was für Kunden wiederum langfristig eine hohe Investitionssicherheit bedeutet. Die Kunden profitieren auch von den weltweiten Services von BOBST einschließlich der Schulungen und der Anwendungsunterstützung.
„Unsere Maschinen sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit. Zudem profitieren unsere Kunden von der weit reichenden Unterstützung seitens unserer Services sowie von unserem Know-how. Bei Bedarf bieten wir zum Beispiel auch Schulungen und Trainings für Prägefoliendruckmaschinen an“, stellt Reymond fest.
„Und Kunden wissen: Wir sind stets bereit, in neue Technik zu investieren, die ihre Interessen abdeckt. Auch für den Prägefoliendruck entwickelt BOBST derzeit weitere wichtige Innovationen.“

Zusammenfassung
Der Prägefoliendruck ist sicherlich nicht die einzige Möglichkeit, Verpackungen mit Unterscheidungsmerkmalen auszustatten. Zum Beispiel Kaltfolienprägungen, Lacke und Metalldruckfarben sind drei weitere Möglichkeiten, visuell großartig veredelte Verpackungen herzustellen. Doch der Prägefoliendruckmarkt wächst beständig. Und dabei wird es bleiben. Kurz: Die Effekte auf den Verpackungen werden deren Attraktivität stets erhöhen und Verbrauchern einen visuellen Eindruck der Qualität der Produkte in den Verpackungen vermitteln.

Als Entwickler marktführender Prägefoliendruckmaschinen mit mehr als 50 Jahren Erfahrung verfügt BOBST über das Know-how und die Bereitschaft, in künftige Techniken zu investieren und Verpackungsherstellern auf Jahre hinaus modernste Lösungen für den Prägefoliendruck zu bieten.

www.bobst.com
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