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Thüringer Landesregierung unterstützt ressortübergreifend Lösungen für bezahlbaren Industriestrompreis – Runder Tisch zwischen Politik und Industrie am Koehler Paper Standort Greiz
Montag 05. Januar 2026 - Der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Greiz II und Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christian Tischner, hat sich gemeinsam mit dem Thüringer Wirt- schaftsstaatssekretär Mario Suckert für Entlastungen der energieintensiven Industriebetriebe in Deutschland ausgesprochen. Bei einem Besuch am Standort Greiz von Koehler Paper betonte Tischner: "Wir arbeiten in der Politik ressortübergreifend daran, die Bedingungen für die Wirtschaft und insbesondere für die mittelständischen Betriebe in unserem Land zu verbessern - der Industriestrompreis ist hier ganz oben auf unserer Agenda."
Forderung nach einem Industriestrompreis von 5 Cent kW/h für energieintensive Industrie
Udo Hollbach, Geschäftsführer des Koehler Paper Standorts in Greiz stellte klar: „Um Wertschöpfung und Arbeitsplätze hier in Thüringen sichern zu können, brauchen wir kalkulierbare Preise für Energie – sonst können wir gegenüber den internationalen Wettbewerbern nicht bestehen. Konkret fordern wir einen faktischen Industriestrompreis von 5 Cent. Der aktuell von der Bundesregierung angekündigte Industriestrompreis bringt der energieintensiven Industrie keine wirkliche Entlastung.“ Bei über 70 % Exportanteil müsse man sich mit internationalen Wettbewerbern messen, die deutlich günstigere Industriestromkosten hätten. Mario Suckert, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium in Thüringen erklärte, die Bundespolitik sei sich der Problematik bewusst und arbeite an Lösungen „Die energieintensive Industrie hat im internationalen Wettbewerb aufgrund der hohen Energiekosten am Produktionsstandort Deutschland einen massiven Wettbewerbsnachteil. Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Industrie zu schaffen, dazu gehört auch eine Entlastung beim Industriestrompreis, der wirklich wirkt und in den Unternehmen ankommt.“
Udo Hollbach verwies für Koehler Paper auf das hohe finanzielle Engagement des Familienunternehmens in den strategisch wichtigen Produktionsstandort in Greiz: Zuletzt investierte Koehler im Jahr 2024 rund 6,5 Millionen Euro in den Umbau des Kraftwerks, das mittlerweile einen nachhaltigen Brennstoff einsetzt. Alexander Schulze, Bürgermeister der Stadt Greiz betonte, wie wichtig Investitionen für die Region sind:
„Unser Wohlstand hängt von Arbeitsplätzen und damit von einer funktionierenden Wirtschaft ab – insofern freuen wir uns sehr über das Engagement von Koehler Paper hier vor Ort in Greiz.“
Fachkräftegewinnung im ländlichen Raum steht vor Herausforderungen
Neben den Wettbewerbsbedingungen im internationalen Vergleich war auch der Fachkräftemangel bzw. die Problematik, Fachkräfte im ländlichen Raum zu gewinnen, Thema des Runden Tisches. Um qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu halten, setzt Koehler Paper auf attraktive Arbeitsbedingungen, eine wertebasierte Führungskultur sowie klare Entwicklungs- und Weiterbildungsperspektiven. Minister Tischner verwies auf die Zusammenarbeit mit regionalen Schulen: „Bei der Gewinnung von Fachkräften müssen wir ganz früh schon bei der Ausbildung ansetzen. Koehler Paper ist dabei ein Vorzeigeunternehmen, mit einer Ausbildungsquote von über 4 Prozent.“
Udo Hollbach betonte die gesellschaftliche Verantwortung, die die Koehler-Gruppe als Familienunternehmen übernimmt: „Unser Ziel ist es, Menschen einen optimalen Start ins Berufsleben zu ermöglichen – mit einer Ausbildung, die Perspektiven schafft.“


