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Verbrauchsmaterialien

Europäische Kartonindustrie reduziert fossilen CO-Fußabdruck um weitere 8 %

Freitag 27. Februar 2026 - Neue Daten bestätigen die Führungsrolle des Sektors in der Kreislaufwirtschaft und zeigen, dass das Mengenwachstum seit 2021 vom Einsatz fossiler Energieträger entkoppelt wird.

Pro Carton, die europäische Vereinigung der Hersteller von Karton und Faltschachteln, gibt bekannt, dass die Kartonverpackungsindustrie seit 2021 eine Reduktion der fossilen CO₂-Emissionen (cradle-to-gate) um 8 % erreicht hat.

Die durch Research Institutes of Sweden (RISE) durchgeführte und vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg unabhängig verifizierte Studie bestätigt, dass der jährliche fossile CO₂-Fußabdruck (cradle-to-gate) von 929 kg CO₂e auf 854 kg CO₂e pro Tonne gesunken ist. Dies unterstreicht die Positionierung von Kartonverpackungen als CO₂-arme Verpackungslösung für Marken, die sich von fossilen Materialien lösen möchten.

Dieser Wandel markiert eine erfolgreiche Entkopplung des Branchenwachstums vom Einsatz fossiler Energieträger und liefert Markeninhabern belastbare Daten zur Erreichung zunehmend strenger Scope-3-Klimaziele.

Die Carbon Footprint of Carton Packaging Study 2025 von Pro Carton bietet zudem einen detaillierten Einblick in die Nachhaltigkeitsleistungen des Sektors zwischen 2021 und 2024. Basierend auf Daten von 70 Standorten, die 60 % der europäischen Kartonproduktion und 16 % der europäischen Faltschachtelproduktion repräsentieren, liefert der Bericht eine transparente Darstellung der Fortschritte hin zu einer CO₂-armen, biobasierten Kreislaufwirtschaft.

Grüne Energie ist der Motor der Industrie
Die Reduktion der fossilen Emissionen um 8 % ist das direkte Ergebnis von Investitionen der Kartonindustrie in die Dekarbonisierung. Zwischen 2021 und 2024 haben europäische Werke den Anteil fossiler Energieträger in ihrem Energiemix von 46 % auf 39 % gesenkt. Durch den verstärkten Einsatz von Biobrennstoffen und erneuerbarer Wärmeerzeugung konnten rund 60 kg CO₂e fossiler Emissionen pro produzierter Tonne vermieden werden.
 
Gleichzeitig hat die Branche die Strombeschaffung grundlegend umgestellt. Der Anteil CO₂-armer Elektrizität in den Werken hat sich nahezu verdreifacht – von 23 % auf 66 %. Diese Entwicklung belegt, dass die Industrie die Dekarbonisierung aktiv vorantreibt.

Kreislauffähig entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Der Bericht hebt zudem die Vorteile faserbasierter Verpackungen in der Kreislaufwirtschaft hervor. Da die primären Rohstoffe des Kartons aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern stammen, fungiert er als physischer Speicher für atmosphärisches CO₂. Die Daten zeigen, dass der während des Waldwachstums gebundene Kohlenstoff die bei der Produktion entstehenden fossilen Emissionen deutlich übersteigt.

Die Faserbeschaffung ist mit nachhaltiger Forstwirtschaft verbunden. Europäische Wälder, die als Kohlenstoffsenken wirken, wachsen weiterhin und nehmen an Fläche zu.

Neben der Kartonproduktion analysiert die Studie auch die Effizienz des Weiterverarbeitungsprozesses, bei dem Karton zu Faltschachteln verarbeitet wird. Während die Faltschachtelproduktion 21 % des gesamten cradle-to-gate-Fußabdrucks ausmacht, entfallen davon nur 2 % auf direkte Emissionen aus Trocknungsprozessen und der Raumheizung – ein Beleg für hohe Prozesseffizienz.

Diese Ressourceneffizienz, kombiniert mit einer europäischen Recyclingquote von 87 % (Eurostat, 2023), stellt sicher, dass Karton weiterhin ein führendes Beispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft darstellt.

„Die erreichte Reduktion um 8 % ist das Ergebnis jahrelanger Investitionen und einer grundlegenden Neuausrichtung unseres Energieeinsatzes“, sagt Horst Bittermann, Director General von Pro Carton.

„Durch den Übergang zu Biobrennstoffen, die Nutzung CO₂-armer Stromquellen und Investitionen in Photovoltaikanlagen stellen unsere Mitglieder den Markeninhabern eine Verpackungslösung bereit, die höchsten Umweltstandards entspricht. Diese Daten liefern den belastbaren Nachweis, den Marken, Handel und Politik für regulatorische Anforderungen benötigen, und unterstützen eine wirklich nachhaltige, faserbasierte Zukunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

Die vollständige Studie „Carbon Footprint of Carton Packaging 2025“ mit allen Datensätzen, Methoden und der unabhängigen Verifizierung ist auf der Website von Pro Carton verfügbar:

www.procarton.com
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