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Workflow

Spielend Drucken lernen

Mittwoch 09. März 2005 - „Work that flow“ heißt das Spiel, dass sich 15 Studierende der Studiengänge Druck- und Medientechnologie und Print-Media-Management der Hochschule der Medien (HdM) im Wintersemester 2004/2005 ausgedacht haben.

Sie hatten ein Semester lang Zeit, ein grafisches Produkt zu entwickeln und zu produzieren. Entstanden ist ein Kartenspiel für zwei bis fünf Spieler. Es soll Branchen-Neulingen und erfahrenen Kollegen verdeutlichen, welche Arbeitsschritte oder Workflow-Prozesse erforderlich sind, um ein Druckprodukt herzustellen.
Zu „Work that flow“ gehören eine Start-  und Ziel-Karte, 73 Spielkarten, ein Block und ein Kugelschreiber sowie eine Spielanleitung. Am Anfang legt ein Spieler die Start-/Ziel-Karte auf den Tisch. Die restlichen Karten werden gemischt und verteilt. Die Namen aller Mitspieler werden auf dem Block eingetragen. Dann deckt der erste Spieler eine Karte auf. Wenn dort das Start- oder Ziel-Symbol zu sehen ist und auch die Hintergrundfarbe passt, darf er seine Karte anlegen. Gibt es keine Übereinstimmung, ist der nächste Spieler an der Reihe. Falls die Karten zusammenpassen, erhält der Spieler einen Punkt. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten.
Für das Spielmaterial und die Verpackung haben die Studenten die Druckprozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz aufgenommen. Die achteckige Spielschachtel haben sie selbst entwickelt und hergestellt. Nach der Konstruktion am Rechner wurden Muster gebaut und Stanzformen für Deckel, Boden und Einlage gebaut. Das Inlay wurde tief gezogen und sieht Mulden für die Karten, den Schreiblock und den Kugelschreiber vor. Bedruckt wurden Spielzubehör und Verpackung in verschiedenen Verfahren: Karten und Block wurden im Offsetdruck hergestellt, der Kugelschreiber erhielt den Spiel-Schriftzug im Tampondruck und die Verpackung wurde im Siebdruck bebildert. Darin sieht Projektbetreuer Professor Dr. Thomas Hoffmann-Walbeck auch ein wesentliches Lernziel: „Bei dem Projekt haben die Studenten mit unterschiedlichen Materialien – Karton, Papier und Kunststoff –gearbeitet und die dafür geeigneten Druckverfahren kennen gelernt.“ Den Studierenden hat die praktische Arbeit viel Spaß gemacht. „Kreativität und Technik waren gleichermaßen gefordert“, finden Melanie Deckert und Julia Schreiber vom Projekt-Team, die ihr Spiel sofort an Testpersonen ausprobiert haben.

www.hdm-stuttgart.de
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