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Aus den Unternehmen

raff holding nutzt Factoring als zusätzlichen Finanzierungsbaustein

Samstag 09. Juni 2012 - Schon seit Jahren befindet sich die Druckbranche in stürmischen Gewässern. Nicht erst seit der letzten Wirtschaftskrise häufen sich die Insolvenzen im Druck- und Medienbereich. Neben hausgemachten Problemen und teilweise radikalen Veränderungen auf dem Markt, spielt insbesondere das Thema Finanzierung eine bedeutende Rolle für die weiterhin schwierige Situation.

Unter dem Dach der raff holding gmbh sind drei Geschäftsbereiche vereint: die digitale Bildretusche, der Bogenoffsetdruck mit seiner angegliederten Druckverarbeitung sowie der Lettershop mit Logistikanbindung. Dadurch ist es möglich, den Kunden nahezu jede Leistung rund um das gesamte Druck- und Medienspektrum zu bieten, und das von der klassischen Akzidenz bis hin zur hochwertigen Imagebroschüre oder zum exklusiven Kundenmagazin. Dienstleistungen wie zum Beispiel Direktmarketing, Warehousing, Konfektionierung und digitale Fotografie runden das Programm ab. Zu den Kunden von raff zählen weltbekannte Unternehmen wie zum Beispiel Hugo Boss, Escada, Ferrari, USM, Interlübke, Mercedes, Lamborghini, Deutsche Bank, Liebherr, Deutscher Sparkassenverlag und zahlreiche andere namhafte Gesellschaften aus Industrie und Verlagsgewerbe.

Ende 2010 entschied sich raff mit Hilfe des Versicherungsmaklers RVM (Eningen) nach einem Factoringanbieter Ausschau zu halten. Volker Jansen, Prokurist, und Stephan Mertin, Abteilungsleiter Rechnungswesen, erläutern in einem Interview die Gründe für diese Entscheidung und berichten aus Sicht von Branchenkennern die Vorteile von Factoring für die Druck- und Medienbranche.


Herr Jansen, was waren die Gründe für Ihre Entscheidung, Factoring als Finanzierungsinstrument in Betracht zu ziehen?

Volker Jansen: Wie nahezu alle Unternehmen der Branche, so wurde auch Raff von der Krise 2008 eingeholt. Neben Auftragsrückgängen bei zunächst weitestgehend gleichbleibenden Fixkosten, kam ein gravierender Effekt hinzu: viele Kunden verlangten bereits während, aber auch nach der Krise eine Ausweitung der Zahlungsziele. Von vormals 30 bis 45 Tagen, verlängerten sich diese nun auf 60 bis 90 Tage. Dadurch entstand eine Lücke zwischen den Zahlungszielen der Kunden und denen der Lieferanten. Die Lieferanten, bedeutend sind hier vor allem die Papierindustrie und der Papiergroßhandel, haben den Wünschen unsererseits gegenüber längeren Zahlungszielen nur zum Teil entsprochen. Die Liquidität unserer Unternehmensgruppe wurde somit reduziert.


In wie weit wurden Sie von Ihrer Hausbank in dieser Situation unterstützt?

Volker Jansen: Die raff holding gmbh hat zwei Bankverbindungen bei regionalen Banken. Wir verfügen natürlich über kurzfristige Kreditlinien, die bis zu einer gewissen Grenze durchaus den Aufwand unseres Wareneinsatzes abgefangen haben. Aber Sie können sich vorstellen, dass man aufgrund der geschilderten Zahlungszielproblematik recht schnell an die Grenzen der zugesagten Kreditlinien stößt. Die Suche nach Finanzierungsalternativen war also zwingend.


Mit Hilfe Ihres Versicherungsmaklers sind Sie zur Zusammenarbeit mit Close Finance gekommen, richtig?

Volker Jansen: Unser Makler hat für uns zunächst bei mehreren Factoringgesellschaften auf Basis unserer Unternehmenseckdaten Angebote eingeholt. Wir haben dann mit mehreren Gesellschaften Gespräche geführt und uns am Ende für Close Finance entschieden.


Was war ausschlaggebend für Ihre Entscheidung?

Volker Jansen: Das Gesamtpaket muss stimmen. Natürlich spielten die Kosten auch eine wichtige Rolle. Letztlich ausschlaggebend waren aber die klare und schnelle Entscheidung und die Flexibilität von Close Finance.


Wenn Sie zurückdenken an den ersten Kontakt bis zur ersten Auszahlung, Wie war der Ablauf?

Stephan Mertin: Völlig unproblematisch. Die Anforderungen von Close Finance hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Unterlagen unseres Unternehmens waren eigentlich nichts Besonderes. Letztlich kennt man das von den Hausbanken. Die bekommen regelmäßig den Jahresabschluss und aktuelle Zahlen. Auch die technische Anbindung war für uns sehr einfach. Close Finance hat uns eine Schnittstellenbeschreibung zur Verfügung gestellt und wir können ohne nennenswerten Aufwand täglich die notwendigen Daten in elektronischer Form übermitteln.


Wir arbeiten jetzt seit über 18 Monaten im offenen Inhouse-Factoring zusammen. Wie schätzen Sie heute die Zusammenarbeit ein, hat Factoring gebracht, was Sie sich erwartet haben und was bringt es Ihnen neben der Liquidität noch an Vorteilen?

Stephan Mertin: Die tägliche Zusammenarbeit zwischen Raff und Close Finance verläuft reibungslos. Factoring ist bei uns im Haus sehr schnell in unsere Tagesabläufe integriert worden. Ganz klar, jederzeit und beinahe sofort über die Liquidität aus den offenen Forderungen verfügen zu können, ist der größte Vorteil für uns. Wareneinsatz und Fremdleistungen machen bei uns über 60 Prozent vom Umsatz aus. Da ist es immens wichtig, die Lieferanten schnell bedienen zu können. Den Skontoeffekt, den wir als schnelle Zahler hieraus erzielen können, darf man auch nicht unterschätzen. Durch Factoring sind aber auch unsere Prozesse im Debitorenmanagement noch besser geworden. Wir stellen unsere Rechnungen schneller und unsere Leistungsdokumentation ist heute so gut, dass die Forderungen jederzeit durchsetzbar sind. Da wir im Inhouse-Factoring arbeiten, mahnen wir selbst. Auch unser Mahnwesen ist durch Factoring deutlich optimiert worden.


Und was sagen Ihre Kunden dazu, dass Sie Factoring einsetzen?

Volker Jansen: Wir haben es bei unseren Kunden vorrangig mit großen Industriekunden, Agenturen und Verlagen zu tun. Diese Kunden kennen die Finanzierungsform des Factoring und wissen um die Vorteile vom Factoring für ihre Dienstleister und Lieferanten. Viele nutzen selbst das Instrument des Factoring. Das schlechte Image, das einige Unternehmer gerade in unserer Branche befürchten, wenn Sie Factoring nutzen, können wir nicht bestätigen. Es ändert sich für unsere Kunden ja auch beinahe nichts bis auf die Kontoverbindung auf unseren Rechnungen.


Hat Factoring Ihnen das gewünschte Ergebnis gebracht? Würden Sie Close Finance an Ihre Branchenkollegen weiterempfehlen?

Stephan Mertin: Auf jeden Fall hat Factoring uns genau das gebracht, was wir uns erwartet haben; nicht mehr wochenlang auf die Zahlungseingänge warten zu müssen, mehr Flexibilität bei der Annahme von neuen Aufträgen und eine deutliche Entspannung auf der Lieferantenseite.

Volker Jansen: Unsere Entscheidung für Close Finance Factoring war richtig. Bis jetzt lief alles absolut reibungslos und wenn doch einmal ein Problem auftaucht, haben wir gemeinsam schnell eine Lösung gefunden. Factoring ist ein idealer Finanzierungsbaustein für die Druck- und Medienbranche und ich bin davon überzeugt, dass es sich mittelfristig etablieren wird. Wir können Factoring und Close Finance wärmstens empfehlen.


Wie schätzen Sie die Zukunft der Druck- und Medienbranche ein?

Volker Jansen: Die Branche kämpft derzeit mit massiven Überkapazitäten. Der Wettbewerb findet daher fast ausschließlich über den Preis statt, wir sprechen vom Verdrängungswettbewerb. Wir alle werden nicht umhin kommen, die Effizienz unserer Betriebe noch weiter zu verbessern und zwar in allen Bereichen, von der Produktion über das Kundenmanagement bis hin zur Verwaltung.
Die Konsolidierung innerhalb der Branche wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Ich bin dennoch fest davon überzeugt, dass das gedruckte Wort immer seine Daseinsberechtigung haben wird, trotz aller Innovationen bei den digitalen Medien. Ich glaube sogar, dass gerade das Buch seine Renaissance erleben wird. Wir erkennen auch immer mehr den Trend bei unseren Kunden digitale Medien mit den analogen zu kombinieren. Dabei spielt die digitale Vorstufe und web-basierende Kommunikation mit dem Kunden eine tragende Rolle. Ein Trend, der aus Kosten- und Umweltgedanken fortschreiten wird.
Es reicht heute leider nicht mehr aus, alleine nur technisch innovativ zu sein- die Betriebswirtschaft ist mindestens genauso entscheidend für den Erfolg oder den Misserfolg.


www.closefinance.de
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