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Print- und Scan-Branche kritisiert Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Anhebung des Mindestlohns

Heiko Schmalfuß

Mittwoch 16. Dezember 2020 - Vorschlag passt nicht zur drohenden Pleitewelle und steigenden Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik eV. (motio-Netzwerk) wendet sich gegen die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, den gesetzlichen Mindestlohn auf zwölf Euro anzuheben. Nach dem Wegbrechen von Druckumsätzen mit Auftraggebern aus dem Messe- und Veranstaltungsbereich wäre eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro kontraproduktiv. „In diesen Tagen kämpfen wir für den Erhalt eines jeden Arbeitsplatzes,“ so Heiko Schmalfuß, Vorsitzender des Branchenverbandes der Print- und Scan-Dienstleister. „In der aktuellen schwierigen Phase Lohnerhöhungen zu fordern ist weltfremd,“ so der Verband. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil beabsichtigt eine Änderung des Mindestlohngesetzes, um schneller auf einen Mindestlohn von zwölf Euro zu kommen. Bereits vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland hatte der Wirtschaftsverband betont, dass das Festsetzen von Löhnen nicht Aufgabe von Politik und Staat ist, sondern der Tarifpartner sowie der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im vertrauensvollen Einvernehmen. „Die Anhebung von Mindestlöhnen löst in unseren Betrieben stets eine Kettenreaktion aus. Die Löhne aller Mitarbeiter in der Firma müssen gleichzeitig angehoben werden, um den Abstand im Lohnniveau weiter zu gewährleisten“, so Heiko Schmalfuß.
 

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