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Inkjet & Digitaldruck

Verband der Digitaldruck-Branche: HP und Xerox sollen Wettbewerbern folgen und fusionieren

Achim Carius

Montag 25. November 2019 - Ein Zusammengehen der beiden amerikanischen Digitaldruck-Systeme-Hersteller Xerox und Hewlett Packard würde der zuständige Branchenverband der Digitaldruck-Industrie begrüßen.

Rechtsanwalt Achim Carius, Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V. aus Frankfurt am Main:
„Xerox und HP können in einem schrumpfenden Druckmarkt nur überleben, wenn beide fusionieren. Nach den Vorbildern von Konica und Minolta und Canon und Océ würden beide Seite hochgradig profitieren.
Xerox als der einstige Kopiergeräte-Pionier und Initiator des Digitaldrucks hatte sich bereits vor vielen Jahren von seinem Geschäftsbereich Großformat-Printing getrennt, die Tochter namens XES gibt es heute nicht mehr. Xerox ist im Kleinformat-Digitaldruck weiterhin sehr stark, hat aber im Laufe der Jahre seine einstige Monopolstellung abgeben müssen. Wettbewerber aus Japan wie Canon, Ricoh und Konica-Minolta teilen sich mit dem Amerikaner Xerox den Weltmarkt. Xerox genießt bei den Druck-Dienstleistern gerade in Deutschland eine große Reputation, wenn es um innovative Druckprozess-Optimierungs-Software geht.
Der Kalifornier Hewlett Packard hingegen ist traditionell im Large Format Printing-Systeme-Geschäft dominant, Kleinformatdruck spielt bei HP lediglich im Bürodrucker-Sektor eine Rolle, nicht hingegen im professionellen Hochgeschwindigkeits-Digitaldruck. In diesen heiß umkämpften Professional-Druckmarkt hat sich HP bislang nicht nennenswert vorgewagt.
Als Vorbilder einer fruchtbaren Fusion gelten in der Branche die beiden Japaner Konica und Minolta. Das heutige Gemeinschaftsunternehmen, das Kleinformat-Drucksysteme für DIN A4 und A3-Papierformate herstellt, führt heute noch beide Namen in seiner Marke. Das war eine gelungene Fusion auf Augenhöhe. Als jüngstes Muster eines klugen Zusammengehens war die Übernahme der holländischen Océ durch Canon. Canon bewies bis dahin seine Marktführerschaft mit digitalen Farbdrucksystemen für die Druckformate DIN A4 und DIN A3. Océ hingegen war erfolgreich in der Herstellung von Großformat-Printern für DIN A 0 und größere Formate. Heute kommen die europäischen Canon-Innovationen immer noch aus Venlo und Poing, dem einstigen Sitz der Océ. Kleinformatgeräte hingegen werden im Heimatland Japan entwickelt. 
Den ca. 5.000 ausschließlich mit Digitaldrucksystemen arbeitenden gewerblichen Dienstleistungs-Betrieben in Deutschland, die keine analog arbeitenden Offset-Maschinen einsetzen, ist es wichtig, dass ihre Lieferanten weiterhin fähig bleiben, Zukunfts-Technologien zu entwickeln. HP wird nur gemeinsam mit einem Partner stark bleiben, wenn man gemeinsam im Large-Format-Printing-Sektor sowie im Kleinformatdruck investiert. Bleiben die Akteure aber weiterhin isolierte Einzelkämpfer am Markt, werden sie schwächer und schrumpfen.“

www.motio-media.de
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