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Weiterverarbeitung

Heidelberg präsentiert Entwicklungsstudie für neuartige Falzwalzen

Mittwoch 07. Juli 2021 - Wie präzise ein Druckprodukt gefalzt ist und inwiefern eine Falzmaschine auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten eine konstant hohe Falzqualität liefert, hängt entscheidend davon ab, wie die Falzwalzen aufgebaut sind. Am Standort Ludwigsburg entwickelt und fertigt die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ihre hochproduktiven Stahlfolder-Falzmaschinen. Einen Teil der Forschungsressourcen hat das Unternehmen in den letzten Jahren in die Weiterentwicklung ihrer Falzwalzen investiert.

Ziel: Perfect-Grip vereint das Beste aus zwei Welten

Heute können bzw. müssen Anwender der Stahlfolder-Falztechnologie zwischen Falzwalzen wählen, die mit Ringen aus Soft-PU bzw. Hart-PU (PU: Polyurethan) versehen sind. Sie sind im Markt unter dem Begriff „Extra-Grip“ bekannt. Beide Materialien haben ihre ganz spezifischen Eigenschaften. Die zu verarbeitenden Bedruckstoffe und deren Oberflächenstruktur bestimmen, ob das weichere und elastischere Soft-PU oder das härtere Hart-PU besser geeignet ist. Der Kunde muss sich daher entscheiden.

Die Vorteile von Soft-PU- und Hart-PU-Ringen in einem einzigen Material zu verbinden, haben sich die Entwicklungsingenieure von Heidelberg daher zur Aufgabe gemacht. Das Ergebnis wird im Rahmen des digitalen Kundenevents „IT‘S SHOWTIME“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund ihrer profunden Kenntnisse rund um die Wechselwirkungen zwischen Papieren, den unterschiedlichen Werkstoffen und den geometrischen und physikalischen Bedingungen innerhalb eines Falzsystems, hat Heidelberg in der Entwicklung eines neuen Materials große Fortschritte erzielt. Die Funktion des neuen Kunststoffrings besteht darin, die Kraft präzisen Falzmaschinenbaus so schonend und genau wie möglich auf jegliches Papier zu übertragen und vom ersten Parallelbruch im Taschenfalzwerk bis zum fertig gefalzten Endprodukt bestmögliche Verarbeitungsqualität zu garantieren. Zurzeit muss der neu aufgebaute Kunststoff mit der Bezeichnung Perfect-Grip seine einzigartigen Eigenschaften in ersten Praxistests unter Beweis stellen.

„Wir entwickeln Perfect-Grip mit dem Ziel, das Beste aus zwei Welten zu vereinen“, sagt Jörg Dähnhardt, Leiter Product Management Postpress bei Heidelberg. „Wenn wir Erfolg haben, wird dies ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt bei Falzwalzen sein und die Anwendungsflexibilität und Wirtschaftlichkeit der Stahlfolder-Falzsysteme zur Zufriedenheit unserer Kunden weiter erhöhen.“

www.heidelberg.com
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