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Aus den Unternehmen

40. Rollenoffsetkonferenz in Wien vorsichtig optimistisch für 2012

Mittwoch 21. Dezember 2011 - Zum Jahresabschluss trafen sich die Chefs der Rollenoffsetunternehmen in der EWA in Wien zu ihrer Winter-Konferenz 2011.

Die hohe Beteiligung und weitere Eintritte in die EWA freuten auch EWA-Sprecher und Gründer, Unternehmensberater Michael Dömer. Als neues Mitglied wurde Peter Berger, Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Horn / Österreich begrüßt. Zwischenzeitlich wurde auch Jörg Schild-Müller, Geschäftsführer der Druckereibetriebe Baumann Druck und Pressedruck der Mediengruppe Oberfranken aufgenommen.

Zuvor war die Michael Dömer Unternehmensberatung beauftragt worden, die Beurteilung 2011 sowie die Erwartungen 2012 zu ermitteln. Das Ergebnis zeigt, dass die Auslastung in 2011 deutlich besser ist als erwartet und die Aussichten für 2012 von einer Stabilisierung bis leichtem Zuwachs ausgehen. Trotz zusätzlicher Kapazitäten im Markt war die Auslastung im 2. Halbjahr überwiegend sehr gut.

Als Gesprächspartner war Volker Nickel, Sprecher ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) dabei. Mit den neuesten Umfrageergebnissen aus der Werbung unterstützte er die Einschätzung, dass Print zwar eine weitreichende Strukturveränderung durchläuft, die Perspektiven aber deutlich besser sind, als die vielfach veröffentlichte Meinung. Michael Dömer bestätigte in seinem Vortrag diese Aussage aufgrund einer aktuellen Untersuchung seiner Beratung zur Einschätzung der Werbebranche. Zunehmend erhalte die Bedeutung von Print eine Renaissance, da man zur Markenbildung das Internet und besonders Social Media überschätzt habe. Man müsse jedoch nach Marktbereichen deutlich differenzieren. Die Unternehmen müssten sich weiter auf die neue Medienvielfalt strategisch einstellen, hätten aber gute Möglichkeiten im Multichannel auf Augenhöhe ihre Situation zu verbessern.

Ebenfalls als Gast zu einem Tagesordnungspunkt war Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender manroland. Die EWA´ler zeigten sich betroffen über die Situation und Aussichten im Maschinenbau. Im Kreis der EWA-Unternehmer in Deutschland und Österreich seien allerdings einige erhebliche Investitionsvorhaben geplant. Die wenige Tage nach der Konferenz eingetretene Insolvenz führt zu Überraschung bei den Unternehmern. Der Hauptanteil des Maschinenparks im Bereich Heatset D-A-CH seien leistungsstarke manroland Maschinen. Die EWA erklärte nach der Konferenz gegenüber der Presse, dass es im Sinne der gesamten Branche sei, manroland als starken Partner im Wettbewerb zu erhalten.

In der Konferenz wurde zudem beraten und beschlossen, die Aktivitäten der staatlichen und europäischen Behörden im Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die Druckindustrie kritisch zu hinterfragen. Die Zunahme an Werbeverboten, Regulierungen und überzogenen Umweltrichtlinien gefährden Arbeitsplätze. Erneut spricht sich die EWA auch gegen die kontraproduktive Subventionspolitik einzelner Unternehmen in der Druckindustrie aus.

Die EWA-Konferenz schloss mit einer positiven Bilanz ihrer Arbeit 2011. Das Engagement der vor 13 Jahren gegründeten Organisation sei ungebrochen. Es sei auch in 2012 viel Navigationskunst erforderlich, um die stürmische Situation zu meistern. Insbesondere in der Finanzstruktur müssen die Unternehmen weitere Anstrengungen unternehmen. Weiterhin sei es wichtige Aufgabe der EWA, die Bedeutung von Print im Multichannel der Zukunft deutlich zu machen. Hierzu werde die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen wie u.a. ZAW und Verlegerorganisationen verstärkt. Auch große Veranstaltungen wie z.B. der Versandhandelskongress müsste stärker proaktiv aus der Printbranche gestaltet werden. Für mehr Lobbyarbeit wurde eine EWA-Arbeitsgruppe beauftragt.

www.ewa-print.de
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