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HERMA investiert 100 Millionen Euro

Freitag 29. Januar 2016 - Bis 2019 entstehen auf dem neuen Gelände ein weiteres Beschichtungswerk für Haftmaterial und die wohl weltweit modernsten Fertigungslinien für Etikettieranlagen.

HERMA steht vor der größten Investition in der 110-jährigen Unternehmensgeschichte. Für 100 Millionen Euro wird das auf Selbstklebetechnik spezialisierte Unternehmen in Filderstadt ein weiteres, komplett neues Beschichtungswerk für Haftmaterial errichten sowie die wohl weltweit modernsten Fertigungslinien für Etikettierer und Etikettiermaschinen realisieren. Beide Produktionsanlagen werden auf dem Gelände entstehen, das HERMA Mitte 2015 in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Hauptsitz erworben hat. Dessen Kaufpreis ist in der Investitionssumme nicht enthalten. Der Baubeginn ist in beiden Fällen für 2017, die planmäßige Inbetriebnahme für 2019 vorgesehen. Das gaben die HERMA Geschäftsführer Sven Schneller und Dr. Thomas Baumgärtner anlässlich eines Besuchs von Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub am Mittwochabend bekannt. Die jetzt vorgestellte Investition sei die erste Stufe eines Masterplans für das über 80.000 Quadratmeter große Gelände, der bis ins Jahr 2040 reicht. „Mit der stufenweisen Realisierung dieses Masterplans haben wir die Chance, das Unternehmenswachstum über mehrere Generationen hinweg an diesem Standort zu sichern“, sagte Sven Schneller.

Neue Kapazitäten für Folien-Haftmaterial
Im stark wachsenden Bereich Haftmaterial wird HERMA mit dieser Investition die jährliche Beschichtungskapazität um 50 Prozent ausbauen, von jetzt 750 Millionen Quadratmeter auf über 1,1 Milliarden Quadratmeter Haftmaterial. „Wir werden in dem neuen autarken Beschichtungswerk sowohl Haftmaterial produzieren als es auch nach Kundenvorgaben konfektionieren“, erläuterte Dr. Thomas Baumgärtner, der auch den Bereich Haftmaterial leitet. „Mit dieser Investition wollen wir unseren Vorsprung bei der Mehrschichttechnologie weiter ausbauen. Wir werden dann auch in der Lage sein, unser Portfolio um gänzlich neue Produkte zu erweitern. Außerdem können wir aufgrund der dort eingesetzten Technologie insbesondere im interessanten Folienbereich noch stärker zulegen.“ Dank innovativer Produkte war HERMA in den letzten Jahren immer in der Lage gewesen, schneller als der Markt zu wachsen. „Es ist unser Ziel, diesen Wachstumskurs aufrecht zu erhalten“, so Dr. Baumgärtner.

„Historisch einmalige Chance für Etikettiermaschinen“
Der ebenfalls deutlich zulegende Bereich Etikettiermaschinen, der im Moment noch in Deizisau seinen Sitz hat, wird im Zuge dieser Investition nach Filderstadt umziehen. „Wir haben hier die historisch einmalige Chance, modernste Fertigungslinien für Etikettierer und Etikettiermaschinen zu errichten – und zwar innerhalb eines idealen Gebäudelayouts“, beschrieb Martin Kühl, Leiter des HERMA Geschäftsbereich Maschinen, die Perspektive. Insbesondere das Geschäft mit Maschinen für den Healthcare-Bereich sowie die Expansion in internationalen Märkten, vor allem in Nordamerika, sind aktuell die größten Wachstumstreiber. Die Möglichkeit, in Filderstadt zu expandieren, komme deshalb zum richtigen Zeitpunkt.

„Mit diesem dreistelligen Millioneneinsatz ist HERMA bis auf weiteres wahrscheinlich der Investitionsführer seiner Branche im zentraleuropäischen Raum“, fasste Sven Schneller zusammen. Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub zeigte sich beeindruckt und erfreut von den generationsübergreifenden Plänen für Filderstadt: „Das ist ein großer Meilenstein für unseren Wirtschaftsstandort im wettbewerbsintensiven Raum Stuttgart.“

HERMA im Kurzprofil
Die HERMA GmbH mit Hauptsitz in Filderstadt ist ein führender europäischer Spezialist für Selbstklebetechnik. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 in den drei Geschäftsbereichen Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen mit 940 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Mio. €.
Der Exportanteil lag bei über 60 %.

www.herma.de
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