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motio-Netzwerk mit neuem Verbandsvorsitzenden Wolfgang Leibig

Neu gewähltes Führungsteam im motio-Netzwerk- (v.l.n.r.): Wolfgang Leibig (Vorsitzender), Achim Carius (Geschäftsführer), Annette Hebbeler (Finanzvorstand), Rolf Durst (ausgeschieden und geehrt für 55 Jahre Vorstandsarbeit), Heiko Schmalfuß (Stellv. Vorsitzender).

Donnerstag 16. September 2021 - Netzwerktage in Göttingen: Heiko Schmalfuß zum Vize und Annette Hebbeler zum Finanzvorstand des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V. gewählt.

Der unter dem Markennamen motio-Netzwerk auftretende Branchenverband der Print- und Scan-Dienstleister in Deutschland und Österreich wählte auf seiner jüngsten Jahreshauptversammlung in Göttingen einen neuen Verbandsvorstand. Sein bisheriger Vorsitzender Heiko Schmalfuß (Chemnitzer Kopierzentrum GmbH) tauschte mit Stellvertreter Wolfgang Leibig (Reprozentrum Otto Leibig GmbH, Ludwigshafen) die Ämterrollen. Finanzvorstand bleibt weiterhin Annette Hebbeler (Exakt Reprografien GmbH, Osnabrück). Zu Beisitzern wurden gewählt: Andreas Boenke (Rosenberger GmbH & Co. KG, Bielefeld), Wilfried Engel (Repro Courier, Berlin) und Stephan Brohl (Brohl Copy + Print GmbH, Kaiserslautern).
 
Als Regionalsprecher gehören dem Vorstand weitere Personen an. Region Ost: Edeltraut Zimmermann (Blueprint Druck + Medien GmbH, Weimar), Region West: Sabine Berking-Pipoh (H. Berking KG, Düsseldorf), Region Mitte: Thomas Schulz (Irmschler-Ruppert GmbH, Dreieich bei Frankfurt/Main) und Region Süd: Jürgen Schmucker (Gallus Reprographische Betriebe Schmucker GmbH, München). Ehrenvoll verabschiedet wurden aus dem Vorstand zwei Personen, die nicht mehr kandidierten. Dies ist nach 55 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit im Führungsgremium der Stuttgarter Unternehmer Rolf Durst (81) von E. Kurz + Co wie auch der Karlsruher Unternehmer Markus Weißenberger, Inhaber von Repro Kopie System GmbH. Er war bislang Sprecher der Region Südwest.
 
In seinem Rechenschaftsbericht wies der scheidende Vorsitzende Heiko Schmalfuß darauf hin, dass der Verband seit Beginn der Corona-Restriktionen nahezu täglich seine Mitglieder mit nützlichen Informationen versorgt hatte. Vielen Betrieben konnten die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle mit Ute Migdal, Raoul Zardeninks und Geschäftsführer Achim Carius helfen. So habe man den von unwissenden Ordnungsämtern und Polizeibehörden mit einer Schließungsverfügung überraschten Mitgliedsbetrieben helfen können. Nach Intervention des Verbandes hätten die betroffenen Unternehmen bereits nach wenigen Stunden wieder öffnen können. Der neue Vorsitzende Wolfgang Leibig erläuterte in seiner Vorstellung die neue Struktur der Vorstandsarbeit im Führungsteam des Branchenverbandes. Als einstiger Stadtrat in Ludwigshafen und Chef eines Fotoklubs hat Leibig gute Erfahrungen in der Leitung und Motivation von Gremien machen können. Zudem hat er an der Erstellung des motio-Qualitätsmanagement-Handbuches mitgewirkt.
 
Die Versammlung verabschiedete einstimmig eine Satzungsänderung, mit der nicht allein Unternehmen Mitglied sein dürfen sondern zukünftig auch natürliche Personen, jedoch ohne Stimmrecht. Dies betrifft Personen, die zuvor in Mitgliedsbetrieben als Inhaber bzw. Geschäftsführer tätig waren und aus diesen Rollen ausgeschieden sind. Ihnen möchte man die Gelegenheit geben, am Verbandsgeschehen als Mitglied weiterhin teilzunehmen. Auch wurde die Gliederungsebene der Regionen mit deren Sprechern abgeschafft. Zukünftig sollen Beisitzer im Vorstand für ein spezielles Aufgabengebiet als Sprecher zuständig sein, so z.B. für Scannen/Archivieren, Werbetechnik, Kleinformatdruck-Weiterverarbeitung, usw.
 
Den Vortragsteil eröffnete Canon-Manager Martin Kremsier, der den Kleinformat-Bogendruck im Konzern verantwortet. Er wurde in einem lockeren Zweiertalk von Achim Carius auch zu aktuellen Themen befragt. Kremsier überbrachte die erfreuliche Botschaft, dass Canon sich mittlerweile von seinem Print-Dienstleistungsbereich getrennt hat und zukünftig Kunden keine Konkurrenz mehr machen wird. Dr. Paul Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck & Medien e.V. aus Berlin schilderte wie sein Verband den Erfahrungsaustausch zum Thema Preiserhöhungen und Lieferverzögerungen im Einkauf von Druck-Papieren organisiert. Mit einer Entspannung auf diesem Sektor sei kurzfristig nicht zu rechnen. Die Zusammenarbeit von motio-Netzwerk und seinem Verband bei Lobbyingthemen am Regierungssitz Berlin gestaltet sich seit Jahren sehr intensiv und erfolgreich zum Nutzen der gesamten Branche. Matthias Achorner vom Ricoh-Printing-Innovations-Center vermittelte in seiner Präsentation Vertriebshilfen für Produkte im Gold- und Silber-Digitaldruck. Diese beiden Tonerfarben würden den hochwertigen Druckmarkt erheblich bereichern. Große Beachtung erntete der Vortrag von SMA-Geschäftsführer Ralph Fuchs, der über sein Scan-Projekt beim Vatikan berichtete. Die auch bei der Kryptowährung praktizierte Speicherung fände hier erstmalig Anwendung. Emotionale Mehrwerte im Verkaufsprozess stellte Thorsten Kinnen von Konica-Minolta vor.
 
Mit über 100 Teilnehmern waren die motio-Netzwerktage in Göttingen vom 9. bis 12. September als erste Nach-Corona-Branchenveranstaltung im Bereich Digitaldruck und Scannen ein Erfolg. Die Sehnsucht der anwesenden Unternehmer, endlich wieder einmal mit Kollegen und Lieferanten sich austauschen zu können, war unübersehbar groß. Gesellschaftlicher Höhepunkt war ein Oktoberfest, bei dem im Maßkrug-Stemmen Fanny Naumann aus Dresden und Stefan Reger von Optiplan aus Stuttgart je ein von Canon-Repräsentant Marc Schnierer übergebenes automatisches Entklammerungsgerät gewannen. Peggy Zilian, Geschäftsführerin von SMA war als Vertreterin der ausstellenden Lieferanten im Stemm-Wettbewerb ebenso erfolgreich. Andreas Haltmeyer aus Wien schaffte den traditionellen Bierfassanstich mit nur zwei Schlägen.
 
motio-Geschäftsführer Rechtsanwalt Achim Carius aus Frankfurt am Main zog eine sehr positive Bilanz der drei Netzwerktage. Als das zuständige Unternehmer-Netzwerk für die Print- und Scan-Branche habe man in Göttingen nach eineinhalbjähriger Corona-Zwangspause mit dem Neustart von Tagungen begonnen. „Die Aufbruchsstimmung zum Ausklang der Pandemie war unverkennbar. Viele Teilnehmer äußerten sich sehr klar: Es reicht, wir wollen endlich wieder los legen! Im kommenden Jahr werden wir wieder turnusgemäß zu bundesweiten Netzwerktagen einladen“, so Carius.
 

www.motio-media.de
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