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CTP - Computer to Plate

PAWI profitiert im Verpackungsoffsetdruck mehrfach von der prozessfreien KODAK SONORA X Platte

Der KODAK MAGNUS Q800 Plattenbelichter im Produktionswerk Singen wurde nachträglich mit einer Einzelkassetteneinheit automatisiert.

Freitag 28. September 2018 - Renommierter Verpackungsproduzent wurde mit dem Start im April 2017 in Winterthur (CH) und im Mai 2018 in Singen (D) zum Pionier des Einsatzes prozessfreier Platten im Verpackungsoffset

Die PAWI Gruppe ist ein führender Produzent hochwertiger Verpackungen aus Karton und Papier in der Schweiz. Zu den Hauptprodukten gehören Lebensmittel-Faltschachteln mit den Schwerpunkten Schokolade, Back- und Süßwaren. Heute besteht die PAWI Gruppe aus drei Unternehmen: aus der PAWI Verpackungen AG und der Fullservice-Designagentur gleis 1 AG (beide in Winterthur, Schweiz) sowie der PAWI Packaging GmbH in Singen, Deutschland. An den Produktionsstandorten am Hauptsitz in Winterthur und im 55 km entfernten Singen beschäftigen sich insgesamt 250 Mitarbeiter mit allen Dienstleistungen rund um die Verpackung.

Das Unternehmen produziert im Offset-, Flexo- und Digitaldruck und investiert kontinuierlich in fortschrittliche Produktionstechnik. So wurde in diesem Jahr in Winterthur eine neue, hoch automatisierte Achtfarben-Bogenoffsetmaschine im 3B-Format mit acht Druckwerken und zwei Lackwerken installiert, die für den Druck mit wegschlagend trocknenden und UV-härtenden Farben ausgestattet ist. Ende 2015 wurde der Betrieb in Singen eröffnet, dort läuft die Offsetproduktion auf einer Sechsfarben-3B-Maschine mit Lackwerk, auf der konventionell trocknende Farben (ausnahmslos migrationsarm) verdruckt werden.

Weniger bringt mehr: Prozessoptimierung mit prozessfreien Platten
PAWI forciert in allen Bereichen schlanke und flexible Fertigungsabläufe. Gemäß dieser strategischen Linie wurde die Druckformherstellung für den Offsetdruck ab dem Frühjahr 2017 auf die Automatisierung der CTP-Technik getrimmt. Damit einher ging die Ablösung von Thermoplatten mit nasschemischer Verarbeitung durch prozessfreie KODAK SONORA Platten. „Auslöser war, dass wir eine maximale Prozessoptimierung durch einen drastisch reduzierten Druckformherstellungszyklus erzielen und uns nachhaltige Marktvorteile sichern wollten“, sagt Alexander Honsel, Leiter strategische Projekte. „Wir waren überzeugt, dass wir mit prozessfreien Platten im anspruchsvollen Offset-Kartonagendruck mit UV- und migrationsarmen konventionellen Farben Erfolg haben würden. Deshalb übernahmen wir hier eine Vorreiterrolle.“

Bevor das Optimierungsprojekt unter Federführung von Alexander Honsel in die Tat umgesetzt wurde, war die Druckformherstellung ein aufwendiger Vorgang. In Winterthur mussten Druckplatten manuell am CTP-Plattenbelichter angelegt, nach der Bebilderung von Hand in die Plattenverarbeitungsanlage eingeführt und anschließend zum Einbrennofen gebracht werden. Demgegenüber sollte die Automatisierung von Arbeitsschritten und deren Reduzierung auf die Bebilderung prozessfreier Platten eine Fülle von Vorteilen und Kosteneinsparungen mit sich bringen: Eliminierung von Plattenverarbeitungsanlage, Einbrennofen sowie des damit verbundenen Verbrauchs von Verarbeitungschemie, Energie und Wasser; Abfallreduzierung; Wegfall von Mess-, Kontroll- und Wartungsarbeiten; schnellere Bereitstellung von Platten für den Druck; weniger Makulaturanfall und Produktionsunterbrechungen im Druck, da keine Ersatzplatten aufgrund von Schwankungen bei der Plattenverarbeitung herzustellen sind; und einiges mehr.

Schlanke Abläufe und Automatisierung für hohe Produktivität und Stabilität der Plattenherstellung
In Winterthur löste ein neuer CTP-Vollautomat die bis dahin genutzte Technik zur Druckformherstellung ab, während in Singen der vorhandene, zweieinhalb Jahre alte KODAK MAGNUS Q800 Plattenbelichter im März 2018 mit der Investition in eine Einzelkassetteneinheit (Single Cassette Unit, SCU) für das automatische Laden von Platten aufgerüstet wurde. Die Produktion in Winterthur stellte die Benchmark für die Verwendung prozessfreier Platten dar, da dieses Werk auch im UV-Offset druckt.

Der Einstieg in die prozessfreie Druckformherstellung erfolgte mit der KODAK SONORA UV Platte, mit der PAWI Auflagen bis 40.000 Bogen erzielte. Der Umstieg auf den rationelleren Plattentyp erforderte keinerlei Veränderungen bei den verwendeten Druckfarben, Feuchtmittelzusätzen und Druckhilfsmitteln. Den entscheidenden Durchbruch brachte dann die neue prozessfreie KODAK SONORA X Platte mit ihrer deutlich verbesserten Auflagenbeständigkeit, schnelleren Bebilderung sowie robusteren Handhabungseigenschaften.

KODAK SONORA X Platte bringt den Durchbruch für Prozessfrei auf breiter Front
PAWI konnte die SONORA X Platte seit Herbst 2017 als Beta-Anwender nutzen. „Über 90 % aller Aufträge bewegen sich bei uns unter 50.000 Bogen; generell werden die Auflagen kleiner und individueller. Mit der SONORA X Platte können wir jedoch im UV-Druck und im konventionellen Druck mit migrationsarmen Farben Auflagenhöhen von 70.000 Bogen erreichen, ob auf Karton oder Papier. Zum Beispiel haben wir in Winterthur im UV-Bereich ein Braun mit schwieriger Pigmentierung und kommen trotzdem auf die 70.000, das ist wirklich sehr erfreulich“, berichtet Remo Fehr, Leiter Bogendruck.

Mittlerweile drucken beide PAWI Standorte zu 100 % mit der SONORA X Platte und das Konzept der drastisch verschlankten Druckformherstellung hat sich als erfolgreich erwiesen. Die automatisierte, bedienerlose Plattenproduktion, die an beiden Standorten in der Nähe der Druckmaschinen stattfindet, machte es möglich, dass nun die Drucker ihre Platten selbst bebildern können. „Unsere Drucker kommen damit perfekt zurecht. Sie sind jetzt die Herren über ihre Platten und können selbst entscheiden, wann sie sie herauslassen“, bestätigt Robert Schmid, Betriebsleiter aus Winterthur. „Wir haben null Probleme mit der prozessfreien Platte.“ Ralf Kautzmann, Geschäftsführer der PAWI Packaging GmbH in Singen, ergänzt: „Die Automatisierung des Plattenbebilderungsprozesses und die Einführung der SONORA X Platte waren wichtige Schritte auf dem Weg unseres Unternehmens, die industrielle Produktion auszubauen und die Position von PAWI als führender Verpackungsproduzent zu stärken.“

Im Übrigen lohnt sich für PAWI auch die Platzersparnis, welche der Umstieg auf die prozessfreie Platte von Kodak mit sich brachte. „Durch der Abbau der Plattenverarbeitungsanlage, der Einbrennanlage und der Bereiche für das Hantieren mit den Platten zwischen den verschiedenen Stationen haben wir in Winterthur 200 Quadratmeter gewonnen. Diesen Raum wandeln wir in Büroflächen um und vermieten diese. Das zahlt sich zusätzlich aus“, freut sich Andreas Keller, CEO der PAWI Gruppe.

Mit der automatisierten CTP-Druckformherstellung unter Verwendung der prozessfreien SONORA X Platte und der Investition in neue Offsetdrucktechnik hat PAWI zudem wesentliche Voraussetzungen für die bevorstehende Implementierung eines standardisierten, kostensparenden Mehrfarbendruckkonzepts im Verpackungsoffset geschaffen.

www.graphics.kodak.com
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