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Klingbeil Klebetechnik setzt auf Flexodruck- und Konvertiermaschine FOCUS ProFlex 250 SE

Erste Tests unter Zuschaueraugen (Mario Margiotta, Friedrich Hübsch, Holger Grundmann, Paul Stanley, Thomas Hugo, v. links)

Mittwoch 23. Januar 2019 - Die Klingbeil Klebetechnik GmbH in Ilsfeld ist gut aufgestellt, was ihre Produktvielfalt angeht, mit der sie sich vom Mitbewerb abgrenzt. Gefertigt werden Etiketten und Formstanzteile in unterschiedlichsten Ausführungen für Kunden aus dem Bereich der Automobil-, Maschinen- und Anlagenbauer, der verarbeitenden Industrie sowie dem Handwerk.

Fundiertes Know-how der Mitarbeiter und ein umfangreiches Materiallager machen es möglich, dass jeder Kunde genau das Produkt bekommt, das für seine Anforderungen optimal passt. Bemusterungen zum Testen der Funktionalität sind genau so selbstverständlich wie die Lieferung von Kleinmengen. Als „Preferred Converter“ hat Klingbeil den höchsten Status erreicht, den man als Partner des Materialherstellers 3M bekommen kann. Das bedeutet u.a. auch hochpreisige Materialien für anspruchsvolle Verklebungen auf Lager zu haben, ein entscheidender Vorteil in der Preisgestaltung und der Lieferterminplanung der Produkte. Klingbeil-Kunden schätzen diese Flexibilität und die Schnelligkeit des Unternehmens.

Um Produktionsabläufe zu verbessern und damit weitere Vorteile für die Kunden zu schaffen, ist ein Investitionsprogramm in moderne Technologie angelaufen. Im Januar 2019 wurde eine neue Druck- und Konvertiermaschine FOCUS Proflex 250 SE zum Drucken und Stanzen von Etiketten sowie zur Herstellung von Formstanzteilen installiert. Sonderstanzteile mit bis zu 4 Lagen aus einseitig und doppelseitig klebenden Materialien können jetzt in einem Arbeitsgang gefertigt werden. Die verwendeten Materialien werden für die jeweilige Anforderung individuell ausgewählt oder sogar kundenspezifisch hergestellt. Die Ausgabe erfolgt auf Rolle oder als Einzelteile. Die Maschine verfügt über 2 UV-Flexodruckwerke mit einer zusätzlichen Infrarottrockung, die für fast alle Druckaufträge ausreichend sind. Sollte eine weitere Farbe erforderlich werden, kann diese in einem registergesteuerten zweiten Durchlauf eingedruckt werden. Die modulare Bauweise der Proflex würde bei einem erhöhten Bedarf auch die spätere Nachrüstung mit weiteren Druckwerken möglich machen. Das moderne Design der Druckwerke ermöglicht das schnelle und unkomplizierte Einlegen der Druckzylinder von oben und reduziert die Farbmenge im Farbkasten. Speziell für die Anforderungen von Klingbeil wurde die Maschine mit insgesamt 4 Stanzwerken mit zusätzlichen Andruckrollen davor ausgerüstet, das erste hat eine Spaltmassverstellung ACA von Rotometrics. Sonderausstattung sind auch eine Reihe von Abwicklungen und Aufwicklungen im oberen und unteren Bereich der Maschine, die alle in beide Richtungen drehen und somit flexibel für alle möglichen Eventualitäten beim Laminieren eingesetzt werden können. Dabei helfen verschiebbare Umlenkrollen über den Stanzen und eine Silikonabwicklung, die an zwei unterschiedlichen Stellen angeschraubt werden kann. Unverzichtbar bei den zu verarbeitenden Materialien sind Coronaeinheit und Antistatikeinheit.

Die neue Proflex vereinfacht und verkürzt Arbeitsabläufe gerade bei komplizierten Produkten, für die bisher oft mehrere Durchgänge erforderlich waren. Bediener Mario Margiotta, der sich darauf freut, mit der neuen Technologie zu arbeiten, zeigt einen Auftrag, von dem er sagt, dass er dafür früher mindestens einen halben Tag gebraucht hat und zukünftig in einer Stunde erledigt haben wird.

Die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer effizienteren Produktion durch mehr Flexibilität, einer höheren Produktqualität und der Nutzung moderner Technik waren für Geschäftsführerin Verena Klingbeil der Grund, in eine neue Maschine zu investieren. Sie hat ihre engagierten Mitarbeiter im Betrieb bewusst von Anfang an mit einbezogen. Dass die Entscheidung für die Proflex von FOCUS fiel, lag neben ihrer überzeugenden Technik auch daran, dass bei Klingbeil bereits seit 2001 mit einer FOCUS-Maschine zuverlässig produziert wird. Die dadurch entstandene langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung zu Grafische Systeme GmbH, die seit 30 Jahren für den Vertrieb von FOCUS in Deutschland verantwortlich ist, hat Verena Klingbeil mit dem 2016 vollzogenen Generationenwechsel im Unternehmen von ihrem Vater übernommen. Lothar Klingbeil hat die Klingbeil Klebetechnik GmbH im Jahr 1978 zunächst als Handelsvertretung für selbstklebende Produkte gegründet und 1987 angefangen, selbst Etiketten und Stanzteile zu produzieren. Heute hat die Firma 35 Mitarbeiter, davon 4 Auszubildende. Zum Lieferprogramm gehören neben den Hauptprodukten Formstanzteile und Etiketten auch Klebebänder, Klebstoffe sowie Kennzeichnungsfolien.

www.grafische-systeme.com
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