Aus den Unternehmen
Traditonsdruckerei Johler Druck aus der Insolvenz gerettet
Dienstag 09. September 2008 - Die Neumünsteraner Traditionsdruckerei Johler Druck, die am 07.01.2008 als Teil der ARQUANA-Gruppe beim Amtsgericht Neumünster Insolvenz anmelden musste, ist gerettet. Der Bocholter Druckerei-Unternehmer Dipl. Ing. Franz-Herrman Enk hat die Druckerei und deren Tochterunternehmen Nord Offset in Ellerbek von dem Insolvenzverwalter, dem Hamburger Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder, übernommen.
Der Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein Herr Dr. Werner Marnette begrüßt ausdrücklich die Sicherung von 120 Arbeitsplätzen. Für die übrige Belegschaft hat der Insolvenzverwalter mit der Agentur für Arbeit Neumünster eine Beschäftigungs- und Qualifizierunggesellschaft eingerichtet, die innerhalb der nächsten sechs Monate diese Arbeit-nehmer fortbilden und an andere Arbeitgeber vermitteln soll.
Der Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder sagte hierzu:
Ich bin sehr froh, mit Franz-Hermann Enk einen dynamischen mittelständischen Druckerei-Unternehmer gefunden zu haben, der Johler und Nord Offset wieder als inhabergeführtes Unternehmen betreiben wird. Ich bin sicher, dass Johler und Nord Offset in sehr gute Hände kommen.
Schröder weiter:
Die Sanierungslösung wäre ohne die tatkräftige und kompetente Unterstützung des Wirtschaftministeriums in Kiel und der Förderinstitute des Landes nicht möglich gewesen. Das verdient großen Dank und Anerkennung.
Das Land wird sich an den erheblichen Investitionen mit einem Zuschuss beteiligen. Maßgeblichen Anteil bei der Realisierung der Startvoraussetzungen haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein wie Investitionsbank, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft und Bürgschaftsbank. Dr. Werner Marnette sagte dazu heute (4. September) in Kiel:
Hier wurde mit Unterstützung der Landesregierung ein lebensfähiges Unternehmen mit Zukunftsperspektive aus der Insolvenz wieder an den Markt geführt.
Des Weiteren lobte er in diesem Zusammenhang die sehr gute Zusammenarbeit der schleswig-holsteinischen Förderfamilie mit der Volksbank Raiffeisenbank Neumünster und der Sparkasse Mittelholstein AG als Hausbanken der Johler Norddruck GmbH. Der Erfolg der Wirtschaftsförderung in Schleswig-Holstein ist damit zu begründen, dass die Förderangebote sich sehr genau an den spezifischen Bedürfnissen der Unternehmen orientieren.
Das Land Schleswig-Holstein und seine Förderinstitute sind auch in diesem besonders komplexen und schwierigen Fall sehr gut aufgestellt und haben ihre gemeinsame Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für die Region sind das wichtige Investitionen, nicht nur wegen der Sicherung der Arbeitsplätze. Als Land wollen wir Unternehmen Chancen eröffnen und dazu beitragen, dass etablierte Unternehmen im internationalen Standortwettbewerb mithalten können“.
Das Familienunternehmen Enk, mit Sitz in Bocholt wurde vor über 50 Jahren von Theo Enk gegründet. Die Firmenübergabe erfolgte vor 25 Jahren an den Sohn, Dipl. Ing. Franz-Hermann Enk, der in diesem Jahr zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum seine 20 jährige Geschäftsführung verzeichnet.
Mit der Übernahme der beiden Standorte in Neumünster und Ellerbek eröffnen sich für Herrn Enk neue Herausforderungen und Aufgaben, welchen er mit Motivation, Enthusiasmus und Engagement entgegen sieht. Dipl. Ing. Franz-Hermann Enk dazu:
Ich bin froh mit der Hilfe aller Beteiligten eine Lösung zum Wohle der Unternehmung und vor allem zur Rettung der 120 Arbeitsplätze gefunden zu haben. Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben und Herausforderungen und fühle mich dem Norden schon jetzt sehr verbunden, was nicht zu letzt der uneingeschränkten Unterstützung meiner Frau zu zuschreiben ist. Durch die Synergien die durch die Firmen Johler Norddruck in Neumünster, Nordoffset in Ellerbek und Enk Druck & Media in Bocholt entstehen, kombiniert mit hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeitern, sind die Grundsteine für die Zukunft gelegt.
Enk weiter:
Speziell möchte ich mich beim Ministerium, den Banken, dem Insolvenzverwalter, den Mitarbeitern in Neumünster, Ellerbek und Bocholt sowie allen Beratern, die mir mit Rat und Tat zur Seiten standen und immer noch stehen, für Ihre Unterstützung bedanken.


