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Heidelberg und SüdLeasing geben den Startschuss für eine neue, CO2-neutrale Finanzierungs-Ära

Die Vertriebsorganisation der Heidelberger Druckmaschinen AG in Deutschland und SüdLeasing stellen auf Wunsch neue Finanzierungsverträge für Druckmaschinen und anderes Equipment von Heidelberg CO2-neutral. Von links nach rechts: Uwe Barth, Head of Customer Finance Central Europe bei der HDD und Carsten Bank, Vendormanager SüdLeasing GmbH.

Mittwoch 14. Juli 2021 - Ein Druckmaschinenhersteller und eine Leasinggesellschaft als Pioniere grüner Finanzierung: Die Vertriebsorganisation der Heidelberger Druckmaschinen AG in Deutschland (HDD) und ihr Partner SüdLeasing stellen auf Wunsch neue Finanzierungsverträge für Druckmaschinen und anderes Equipment aus dem Hause Heidelberg CO2-neutral. Bei der Finanzierung werden die während des Betriebs der Maschine aufgrund des Stromverbrauchs entstehenden Emissionswerte kompensiert und als Klimaschutzabgabe für weltweite Klimaschutzprojekte verwendet. Die Mehrkosten für dieses Angebot werden von Heidelberg übernommen. Auf diese Weise wird dem Kunden der Schritt hin zum CO2-neutralen Drucken entscheidend erleichtert.

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Und der Handlungsdruck steigt: Das 2019 vorgelegte Klimaschutzgesetz der Bundesregierung schreibt erstmals gesetzlich verbindliche Klimaziele mit jährlich sinkenden Treibhausgas-Budgets für die Sektoren Verkehr, Energie, Industrie, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft vor.

Kunden wird Schritt hin zum CO2-neutralen Drucken erleichtert
Grün finanzieren und schwarze Zahlen drucken. Die Partner Heidelberger Druckmaschinen Vertrieb Deutschland GmbH (HDD) und SüdLeasing GmbH (SüdLeasing) haben sich dafür entschieden, Verantwortung zu übernehmen – und mit der Entwicklung des ersten CO2-neutralen Finanzierungsangebotes für Heidelberg Equipment den Schritt hin zum CO2-neutralen Drucken entscheidend zu erleichtern. Unter dem Motto „Sie wollen schwarze Zahlen drucken? Finanzieren Sie grün!“ bieten die Partner ihren Kunden eine einfache Möglichkeit, um den Unternehmensalltag nachhaltiger zu gestalten.

Auf Wunsch werden neue Finanzierungsverträge über SüdLeasing für Equipment aus dem Hause Heidelberg CO2-neutral gestellt. Das Prinzip ist, dass die während der Finanzierungslaufzeit beim Betrieb einer Maschine aufgrund des Stromverbrauchs unvermeidbar entstehenden CO2-Emissionen bewertet, mit der Finanzierungsrate verrechnet und dann in anerkannte Klimaschutzprojekte investiert werden. Die Mehrkosten dafür übernimmt die HDD. Auf diese Weise werden die während der Laufzeit produzierten CO2-Emissionen kompensiert, ohne dass dem Kunden ein finanzieller Nachteil entsteht, und die finanzierte Maschine arbeitet CO2-neutral.

CO2-neutraler Finanzierungsvertrag als Wettbewerbsvorteil
Dem Kunden wird es nicht nur ermöglicht, CO2-neutral zu drucken, er profitiert zusätzlich von betriebswirtschaftlichen Vorteilen. Das Unternehmen kann nach außen nachvollziehbar kommunizieren, dass es sich proaktiv für mehr Klimaschutz einsetzt. Dieser Image-Effekt kann sich wirtschaftlich durchaus lohnen: Da das Bewusstsein für eine saubere Umwelt auf Seiten der Kunden, Partner und Auftraggeber zunimmt, dürfte diese zusätzliche Leistung künftig ein entscheidendes Auswahlkriterium bei Ausschreibungen, Auftragsvergaben und dem Kredit-Rating sein. Letztendlich kommt heute kein Betrieb mehr daran vorbei, sich mit nachhaltigen Finanzierungen zu beschäftigen, wenn er zukunftsfähig bleiben will.

Projektpartner ist die Organisation ClimatePartner. Die grüne Finanzierung bedeutet keinen Mehraufwand für Unternehmen, da sich die HDD und SüdLeasing um alle Details kümmern. Die Partner arbeiten mit der ClimatePartner GmbH aus München zusammen, die den Gold-Standard bietet – die höchste Qualitätsstufe. Sie wurde in Kooperation von WWF und Bundesumweltministerium entwickelt und berücksichtigt neben der ökologischen auch die soziale Nachhaltigkeit.

Moritz Lehmkuhl, Gründer und CEO von ClimatePartner: „Klimaschutz geht uns alle an, jeder Beitrag und jede Initiative sind wichtig. Auch die Bereiche Maschinenbau und Druckindustrie können dazu beitragen, die Erderwärmung zu bekämpfen. Daher freuen wir uns, wenn wir unsere Kunden und auch deren Kunden dabei unterstützen können, hier aktiv zu werden.“

ClimatePartner übernimmt die Prüfung und Betreuung der Klimaschutzprojekte, die Ausstellung der Zertifikate und die Vergabe des CO2-neutral-Labels. Das Label ist national und international anerkannt und bietet hohe Transparenz. Die Kompensation geht zu 100 Prozent an die ausgewählten Projekte; die für den Betreuungseinsatz von ClimatePartner anfallenden Kosten übernimmt die HDD komplett selbst.

Die ausgewählten Klimaschutzprojekte
Mit der Umstellung aller Finanzierungsverträge auf Klimaneutralität werden derzeit weltweit drei Klimaschutzprojekte unterstützt.

Wälder schützen in Freiburg, Deutschland, und Pará, Brasilien: Für den Erhalt von Wäldern werden zwei Projekte kombiniert. In Pará wird Kleinbauern durch Anbau und Handel mit der Superfrucht Açai eine Alternative zur meist mit Abholzung einhergehenden üblichen Landwirtschaft gezeigt. Daran angekoppelt ist das Bergwaldprojekt, das unter anderem deutschlandweit die heimischen Wälder schützt. So werden beispielsweise im Schwarzwald neben dem Baumbestand auch bedrohte Tierarten wie Auerhähne und Haselhühner geschützt.

Kochöfen in Kumasi, Ghana: In Ghana wird häufig mit Holzkohle auf offenen Feuern oder mit ineffizienten Öfen gekocht. Das sorgt nicht nur für ernsthafte Gesundheitsprobleme, sondern beschleunigt auch das Abholzen von Bäumen. Das Ofenmodell „Jiko“ verbraucht 40 Prozent weniger Kohle und die Rauchentwicklung ist deutlich geringer. Die Öfen werden an Haushalte und kleine Betriebe verteilt und sorgen für Arbeitsplätze in Produktion und Vertrieb.

Windenergie in Sidrap, Indonesien: Windkraft ist eine etablierte Form der erneuerbaren Energiegewinnung. In Indonesien steht der Ausbau hingegen noch weit am Anfang. Um das dort vorhandene hohe Potenzial zu nutzen, fördert dieses Projekt den Aufbau eines Windparks in Sidrap. Dadurch ist das Land weniger auf Energieimporte angewiesen und kann die vorhandene Ressource Wind nutzen.

www.heidelberg.com
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